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Ökonomen raten zur Rente mit 67

Eine Mehrheit der deutschen Professoren für Wirtschaftswissenschaften rät der Bundesregierung, an der Rente mit 67 festzuhalten. Das ergab eine Umfrage der IW Consult im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche. 58 Prozent der Ökonomen sprechen sich für die Verlängerung des gesetzlichen Renteneintrittsalters auf 67 Jahre aus. Knapp zwei Fünftel der Wissenschaftler halten sogar eine weitere Anhebung über 67 Jahre hinaus für sinnvoll. Lediglich zwei von insgesamt 88 Experten befürworten eine Rückkehr zur Rente mit 65.

Kritischer sehen die Wirtschaftsprofessoren die Regierungspläne zur Haushaltskonsolidierung. Für knapp die Hälfte der befragten Ökonomen gehen sie nicht weit genug. Rund 48 Prozent der Professoren bewerten die geplante Nettoneuverschuldung als tendenziell zu hoch, weitere 43 Prozent als angemessen. Nur rund 8 Prozent der Wissenschaftler meinen, dass der Staat eine höhere Verschuldung in Kauf nehmen sollte. Der Finanzplan des Bundes sieht vor, die Neuverschuldung bis zu einer Obergrenze von 24,1 Milliarden Euro im Jahr 2014 schrittweise abzubauen. „Das Expertenvotum bestätigt, dass der Weg zu gesunden Staatsfinanzen mit dem Sparpaket noch nicht zu Ende ist, sondern dass die Regierung konsequent weiter sparen muss“, erklärt INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr.

Die große Mehrheit der Professoren hält die Entscheidung der Bundesregierung für richtig, den Rechtsanspruch bedürftiger Kinder auf Bildungsförderung mit Sachleistungen an Stelle von Geldzahlungen zu decken. Das zukünftige Basisgeld und das Bildungspaket sollen unter anderem eine Lern- und Lernmittelförderung, die Kostenübernahme eintägiger Ausflüge und einen Zuschuss zum Mittagessen beinhalten. Sieben von zehn Experten halten dieses Vorgehen für richtig, nur jeder zehnte Ökonom übt daran Kritik.

P2News/INSM

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