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Obamas Spagat

Barack Obama ist kein Präsident, der die Welt in einfachen Bildern beschreibt. Die simplen Zuspitzungen eines George W. Bush sind nicht seine Sache, ein rabiates „Entweder mit uns oder gegen uns“ wird man von ihm nicht hören. Auch im Falle Libyens hat er keine einfachen Konzepte zu bieten, einfach deshalb, weil es einfache Konzepte nicht gibt. Vielleicht ist es zu früh, nach Obamas Libyen-Rede gleich von einer Obama-Doktrin zu sprechen. Worauf es hinausläuft, lässt sich in groben Zügen erkennen. Der Pragmatiker im Oval Office steht für den Mittelweg. Humanitäre Interventionen? Ja, aber nicht auf eigene Faust. Obama probiert einen Spagat. Er greift ein, aber nicht in der Rolle des Weltpolizisten. Den Sheriffstern mögen sich andere an die Brust heften. Ihm reicht die Rolle des organisierenden Assistenten. Sicher, ob der Plan aufgeht, steht in den Sternen. Es gibt Ungereimtheiten. De facto greift die Koalition schon jetzt an der Seite der Rebellen in einen Bürgerkrieg ein. Und was, wenn sich Gaddafi noch Monate hält? Wird die Operation dann wirklich für beendet erklärt? Was, wenn Briten und Franzosen ans Limit stoßen und Washington doch wieder in der Pflicht steht? Es sind Fragen, die Obama irgendwann klarer beantworten muss.

P2News/Rheinische Post

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