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Obamas guter Krieg

USA verlangen mehr von Verbündeten

Barack Obama will das Irak-Desaster so schnell wie möglich beenden. Aus den Fehlern der Bush-Regierung lernen – so lautet nun die Devise im Blick auf den Hindukusch. Afghanistan ist Obamas guter Krieg. Im Unterschied zu Irak ist dort die Nato mit aller Macht engagiert. In Afghanistan muss sich die Verteidigungsfähigkeit des Bündnisses beweisen. Es steht also viel auf dem Spiel. Und dabei droht die Gefahr, dass Afghanistan für den Westen zu einem Fass ohne Boden wird. Amerika verstärkt allen voran seine Truppen massiv um 17 000 Soldaten. Viele GIs werden wohl aus Bagdad direkt nach Kabul verlegt. Dafür nimmt Amerika nun seine Verbündeten in die Pflicht und verlangt mehr Engagement in Afghanistan. Im Zeichen dieser Forderung steht das Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Krakau. Mit dem deutschen Beitrag von 600 weiteren Soldaten werden sich die Amerikaner aber nicht zufrieden geben. Es geht um mehr. Dabei sollten die Verbündeten bedenken, dass allein weitere Soldaten keinen Erfolg am Hindukusch bringen. Es fehlt an ziviler Hilfe und ganz besonders am Aufbau der Polizei. Hier liegen Fehler und Chancen der Afghanistan-Mission. Deutschland kann viel Gutes tun, wenn es sich für die Polizeiausbildung stärker engagiert. Mehr Soldaten wären dann nicht nötig.

Westfalenpost

P2News

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