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Obamas große Rede

Barack Obamas Auftritt vor dem Kongress war großes Kino in Zeiten der Krise. Amerikas Präsident wurde empfangen wie ein Triumphator, doch seine Rede an die Nation war keine Siegesrede. Es war eher eine Ruckrede, die die Menschen mobilisieren und seelisch stärken sollte, da vielen die Flügel hängen, gebrochen und lahm. Der Präsident rechnete mit den Seinen ab, die über ihre Verhältnisse gelebt und wenig an Morgen gedacht hätten. Er kritisierte zu Recht eine Mentalität, mit der Menschen Häuser kauften, die sie nie und nimmer bezahlen konnten und geißelte diejenigen, die ihnen das alles als sinnvoll einredeten. Doch diese verbale Prügelstrafe des Präsidenten endete mit dem positiven Appell an das, was Amerikaner im Grunde ausmacht: Der unbedingte Wille zum Wandel und der Glaube an die eigene Kraft und Kreativität. Amerika muss vorangehen und ein Vorbild sein. Anders lässt sich die Krisenbewältigung nicht in den Griff bekommen. Gelingt dies Uncle Sam nicht, dann droht der Abstieg in die Zweitklassigkeit. Obama blickte zurück, um die Ursachen der Krise zu verstehen. Seine Vision ist die gemeinsame Anstrengung aus einer neuen Kultur der Verantwortung. Obamas erste Kongressrede war eine große Rede.

Rheinische Post
 

US-Präsident hält Rede zur Lage der Nation Im Schatten Obamas

Es war die Rede, die von Barack Obama erwartet wurde. Es war eine Abrechnung mit der Vergangenheit, ein Weckruf, verbunden mit dem Versprechen einer dramatisch veränderten Politik. Obama lieferte Aufbruchstimmung in Krisenzeiten. Amerika soll sich auf seine wahre Stärke besinnen, auf die Fähigkeit, auch die größten Herausforderungen anzunehmen. Es soll handeln für sich und für die Welt. Vielleicht nie zuvor waren wir mit den USA konfrontiert, die umfassender, radikaler einen Führungsanspruch formulierten. Mit dem Willen, die eigene Wirtschaft aus dem Sumpf zu ziehen, geht die Absicht einher, den globalen Aufschwung einzuleiten. Mit den versprochenen Reformen sollen die Blaupausen für alle geliefert werden. In den vergangenen Wochen ist allerdings der Graben tiefer geworden, der Europa und die USA trennt. Es gibt angesichts der Krise keine wirklichen transatlantischen Beziehungen. Es macht nicht nur jeder seins, es macht ein jeder etwas anderes. Die USA wollen es groß, gründlich und grundsätzlich. Sie wollen die Angst besiegen. Die Europäer wollen nicht zu viel Angst aufkommen lassen. Es bleibt offen, ob jenseits des Ozeans der große Wurf gelingt. Es scheint allerdings so oder so klar, dass diesseits des Atlantiks alles im Schatten liegen wird – im Schatten des Erfolgs oder des Scheiterns Barack Obamas.

Lausitzer Rundschau

P2News

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