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Obamas Chance

Barack Obama am Ground Zero, dort, wo bis heute sichtbar Amerikas Terror-Wunde klafft, das musste noch einmal ein sehr emotionaler Augenblick werden. Der Ort, an dem die Anschläge des 11. September 2001 Tausende Unschuldige in den Tod rissen, ist bis heute ein Mahnmal – für das Leiden der Opfer und die schreckliche Demütigung der Nation. Obama musste nach dem Tod von Osama bin Laden hierher kommen, und er hat es sicher auch aus politischem Kalkül getan. Aber nun steht er vor einer großen Aufgabe: Er muss das Land herausführen aus seinem Terror-Trauma. Der Tod des Al-Qaida-Chefs gibt ihm die Chance dazu – endlich. Obama scheint das verstanden zu haben. Sein Besuch in New York fiel nicht triumphal aus. Und auch die Angehörigen der Opfer deuten in die richtige Richtung: Amerika muss nach einem Jahrzehnt in gewisser Weise abschließen mit dem Denken in Kategorien von Wut und Vergeltung. Gleichzeitig besteht die terroristische Bedrohung weiter, und auch nach dem Tod bin Ladens werden noch amerikanische Soldaten in Afghanistan fallen. Es wird ein Spagat. Der Tod des Al-Qaida-Chefs bedeutet nicht das Ende aller Probleme. Aber für Amerika kann er den Beginn einer Normalisierung einläuten.

P2News/Rheinische Post

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