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Obama und der Klimaschutz – Einsamer Präsident

Heute nimmt der amerikanische Präsident Barack Obama in Oslo den Friedensnobelpreis entgegen. Der Applaus auf dem alten Kontinent ist ihm sicher. Denn Obama ist in Europa immer noch sehr beliebt, auch wenn er den Verbündeten im Afghanistan-Krieg einiges abverlangt. Zuhause aber wird es einsamer um den Präsidenten, was auch daran liegt, dass ihn viele Amerikaner für viel zu europäisch halten. Einen Krankenversicherungsschutz für alle? In Europa fast überall selbstverständlich, in den USA immer noch in der Diskussion. Auch das zweite Großprojekt, der Klimaschutz, hat für viele Amerikaner keinen hohen Stellenwert. Im Gegenteil. Die Regeln, Verpflichtungen und Beschränkungen, der er mit sich bringt, stehen dem „american way of life“, der amerikanischen Lebensart, im Wege. Ein möglicher Klimakollaps jagt den Amerikanern keine Angst ein, wohl aber die Wirtschaftskrise, die Arbeitslosigkeit und der Schuldenberg, den der Staat anhäuft, um Banken zu retten. Und Klimaschutz und wirtschaftliche Entwicklung sind in den Augen vieler Amerikaner immer noch ein Widerspruch. Ob Obama ihn auflösen kann, ist fraglich.

P2News/Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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