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NRW will “Turbo-Abitur” reformieren

Die Gymnasien in NRW müssen sich auf regelmäßigen Nachmittagsunterricht einstellen. Nach Informationen der in Düsseldorf erscheinenden “Rheinischen Post” einigte sich das NRW-Schulministerium mit dem NRW-Philologen-Verband, den nordrhein-westfälischen Direktorenvereinigungen sowie der Landeselternschaft der Gymnasien auf ein Bündel von Maßnahmen, mit denen die Belastung für die Schüler in Grenzen gehalten und den Lehrern bei der Unterrichtsplanung geholfen werden soll. Der Plan sehe Folgendes vor: In der fünften und sechsten Klasse soll an höchstens einem Nachmittag pro Woche Unterricht stattfinden. In der Stufe sieben und acht soll es an höchstens zwei Nachmittagen pro Woche Unterricht geben. Das werde in der Praxis aller Voraussicht nach dazu führen, dass die zulässigen Schul-Nachmittage länger werden als bisher, schreibt die Zeitung. Klassenarbeiten dürfen nachmittags nicht geschrieben werden. Hausaufgaben sollen an Tagen mit Nachmittagsunterricht in den Fächern entfallen, die am Folgetag auf dem Stundenplan stehen. Bei Nachmittagsunterricht sollen die Schüler eine Mittagspause von einer Stunde haben – nur für eine Übergangszeit sind verkürzte Pausen zulässig. Die Schulen sollen besser die Möglichkeit nutzen, die Wochenstundenzahl zu variieren und die jüngeren Schüler entlasten. Förderstunden (die nicht für alle Schüler verbindlich sind) sollen klarer ausgewiesen werden, damit Eltern und Schüler eine etwas höhere Wochenstundenzahl akzeptieren. Bis zum neuen Schuljahr will das Schulministerium in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Latein und Französisch Musterlehrpläne mit genaueren Stoffvorgaben entwickeln, damit klarer wird, welcher Stoff verzichtbar ist.

Quelle: Rheinische Post

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