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NRW-Landtag schafft Kopfnoten wieder ab

In der Schulpolitik ist die rot-grüne Landesregierung dahin zurückgekehrt, wo sie vor fünf Jahren aufgehört hat. Zentrale Reformen der Vorgängerregierung von CDU und FDP, von den Kopfnoten über die Abschaffung der Drittelparität in den Schulkonferenzen und den kommunalen Schulbezirken bis zu den verbindlichen Festlegungen der Grundschulen auf den weiteren Bildungsgang der Kinder, wurden wieder kassiert. Zurück auf Anfang, das ist zwar kein schönes Bild, alles andere wäre aber unglaubwürdig gewesen. SPD und Grüne hatten die schwarz-gelben Reformen von den Oppositionsbänken aus heftig bekämpft. Beide Parteien hatten in ihren Wahlprogrammen und in ihrem gemeinsamen Koalitionsvertrag versprochen, diese Regelungen zurückzunehmen. Man kann es ihnen nicht verdenken, wenn sie jetzt einlösen, was sie in Oppositionszeiten und in der Phase der Regierungsbildung versprochen haben. Noch schlimmere Vorwürfe hätte sich die Minderheitskoalition anhören müssen, wenn sie ihr Wort nicht gehalten hätte. Unter die Überschrift „Dringend notwendige Reparaturen“ fallen auch die Ankündigungen von Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) zur neuen Ausrichtung des auf acht Jahre verkürzten Bildungsgangs bis zum Abitur. Die Klagen von Lehrern, Eltern und Schülern über mangelhafte Vorbereitung, stoffliche Mängel und Überbelastung der Kinder waren so laut, dass selbst CDU-Politiker Fehler bei der Umstellung einräumten.

P2News/Neue Westfälische

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