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Nischenprodukte auf dem Biermarkt

Während der Bierkonsum der Deutschen stetig sinkt, wird der Biermarkt immer umkämpfter. Umso erstaunlicher ist es, dass sich gerade die kleinen Hersteller mit neuen Sorten gegen Brauereiriesen behaupten können. Ihre Strategie: Mit ausgefallenen Nischenprodukten aus der Masse herausstechen. Das Nachrichtenportal www.news.de berichtet über den Wandel auf dem deutschen Biermarkt.

Die Studie Markenmonitor 2009 zeigte, dass bei jungen Leuten zwischen 18 und 30 Jahren das Trendbier Becks an erster Stelle steht. Die hippe Seglerwerbung und die kleinen Flaschen im praktischem Diskoformat treffen genau den Zeitgeist der Jugend. Radeberger hingegen verliert mehr und mehr an Beliebtheit. So berichtet die news.de-Redaktion für Wirtschaft, dass deutsche Brauereien international kaum noch Bedeutung haben. Selbst Becks gehört mittlerweile zur belgisch-brasilianischen Ibev-Gruppe. Gemeinsam mit anderen Riesen-Braugruppen wie der Heiniken-Gruppe aus Holland kauften sie in den letzten Jahren deutsche Marken auf. International betrachtet, scheinen Deutschlands Bierhersteller winzig. Die Radeberger-Gruppe steht nur auf Platz 23 der Weltrangliste, die Bitburger-Brauerei erreicht gerade einmal Rang 33.

Wegen dieser schlechten Rahmenbedingungen, ist es schwierig, neue Biersorten auf den Markt zu bringen. Thilo Egenberger wagte es trotzdem und landete einen großen Erfolg. In seiner Leipziger Familienbrauerei produziert er das oberfränkische Biobier namens Fattigauer – und bedient somit eine Marktnische. In zahlreichen Kinos, Bars und Kneipen rund um Leipzig wird der gesunde Hopfensaft bereits getrunken. Laut Egenberger liege der Erfolg nicht nur am Bioaspekt, sondern auch daran, dass es sich um eine kleine Brauerei in Familienbesitz handelt.

P2News/unister

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