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Neuer Anlauf für einheitlichen Nichtraucherschutz

Mit geradezu missionarischem Eifer hatten sich die politischen Nikotingegner vor drei Jahren für einen bundesweit einheitlichen Nichtraucherschutz ins Zeug gelegt. Dank eines salomonischen Richterspruchs aus Karlsruhe kam es anders. Seit 2008 verfügen alle 16 Bundesländer über mehr oder minder strenge Gesetze wider den Qualm, die den verfassungsrechtlichen Grundsätzen aber allesamt genügen. Nur den politischen Missionaren reichte das nicht. Und so war es lediglich eine Frage der Zeit, bis der Gedanke eines flächendeckenden Rauchverbots ohne Ausnahmen seine Wiederauferstehung feiert. In der Praxis dürfte er jedoch abermals scheitern. Und das ist auch kein Beinbruch.

Um nicht missverstanden zu werden: Ja, Rauchen ist gefährlich, ja, auch das Passivrauchen führt zu einem erhöhten Krebsrisiko. Anders als vor den landesgesetzlichen Regelungen braucht sich diesen Gefahren aber heute niemand mehr auszusetzen. In Deutschland gilt mittlerweile ein öffentliches Rauchverbot. Darunter fallen Ämter genauso wie Kultur- und Freizeitstätten. Das ist richtig und vernünftig. Lediglich in Eckkneipen oder abgetrennten Gasträumen können Tabakfreunde noch ihr Laster pflegen. Warum ihnen diesen letzten Ort nehmen? Nichtraucher halten sich ohnehin davon fern, zumal solche Kneipen klar als Raucherlokale gekennzeichnet sein müssen. Kurzum, die geltenden Regelungen, von Kritikern „föderaler Flickenteppich“ geschimpft, haben sich gut bewährt.

Wer mehr will, müsste konsequenterweise ein totales Verkaufsverbot von Tabakwaren fordern. Aber davor schreckt selbst der größte politische Eiferer zurück. Schließlich bringt die Tabaksteuer dem Staat viel Geld ein. Schöne Doppelmoral!

P2News/Trierischer Volksfreund

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