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Neue Zeiten – alte Wünsche?

Surfen auf Online-Plattformen und flirten in sozialen Netzwerken – souverän in der virtuellen Welt, aber keinen Plan vom echten Leben? Entspricht die „Generation Internet“ wirklich diesem Klischee? Und wie gehen die 14- bis 25-Jährigen mit dem Thema Zukunft um? Die Experten der Deutschen Bausparkasse Badenia beobachten einen überraschenden Trend.

Jugendliche auf der Suche nach Sicherheit

Ungewisse Jobaussichten, die Frage nach der richtigen Ausbildung – in einer aktuellen Studie geben über drei Viertel der Jugendlichen an, sich Sorgen um ihre Zukunft zu machen. So genannte „alte“ Werte wie Stabilität und Sicherheit erleben deshalb gerade wieder eine Renaissance. Das hat auch Philipp Ikrath vom Institut für Marktforschung für Jugendliche „tfactory“ festgestellt. Der Jugendforscher beobachtet seit einigen Jahren den Trend, dass Jugendliche zunehmend vorausschauend und „extrem vernünftig“ denken und handeln. Eine überraschende Nebenwirkung: Dafür verzichten sie sogar vermehrt auf „Party machen“. Die neue Sachlichkeit bei den Jugendlichen zeigt sich nicht nur in ihrem täglichen Verhalten, sondern auch in ihren Wünschen für die Zukunft. Dort steht bei den unter 25-Jährigen das Bedürfnis nach Sicherheit mit 95 % ganz oben. Erst mit großem Abstand folgt der Wunsch nach einem hohen Lebensstandard (77 %).

Vermehrte Investitionen in bewährte Anlagen

Anders als häufig vermutet, denken die Jugendlichen heute wieder vermehrt über Altersvorsorge nach. Das stellen auch Anbieter von Vorsorgeprodukten fest. Dr. Jochen Petin, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bausparkasse Badenia, dazu: „Zwei Drittel der unter 25-Jährigen ist bewusst, dass ihre Generation weniger Rente bekommen wird als die ihrer Eltern. Deshalb suchen sie zusammen mit ihren Eltern verstärkt nach Wegen, sich finanziell abzusichern.“ Darüber hinaus ist auch die Spartätigkeit der Jugendlichen deutlich gestiegen. Von durchschnittlich rund 488 Euro, die ihnen pro Monat zur Verfügung stehen, legen sie 2009 knapp 100 Euro monatlich zurück. Allein im Vergleich zum letzten Jahr ist das ein Anstieg von 10 %. Die Finanzkrise hat zu wesentlich mehr Vorsicht bei der Geldanlage geführt. Der Trend zu bewährten Anlageformen wie dem Bausparen spiegelt sich in den Zahlen wider, so Dr. Jochen Petin: „2008 war das zweitbeste Jahr in der Geschichte des Bausparens.

Arbeitgeber und Staat fördern

Was viele nicht wissen: Auszubildende und Berufsanfänger können vom Bausparen doppelt profitieren. Schon beim Einstieg in den Beruf haben sie in der Regel einen Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen – bis zu 40 Euro monatlich. Investieren junge Arbeitnehmer diese Zuschüsse in einen Bausparvertrag, können sie darauf jährlich eine Förderung vom Staat erhalten. Die so genannte Arbeitnehmer-Sparzulage beträgt 9 %, wenn das zu versteuernde Jahreseinkommen unter der geltenden Einkommensgrenze liegt (Singles: 17.900 Euro / Ehepaare: 35.800 Euro). Zusätzlich bekommen Bausparer eine Wohnungsbauprämie in Höhe von 8,8 % auf ihre vermögenswirksamen Leistungen, wenn sie die Einkommensgrenze für die Arbeitnehmer-Sparzulage überschreiten, aber ihr zu versteuerndes Jahreseinkommen unter 25.600 Euro (Ehepaare: 51.200 Euro) liegt. Darüber hinaus gewährt der Gesetzgeber Jugendlichen beim Bausparen ein hohes Maß an Freiheit. Silke Kaiser, Leiterin der Badenia: „Bausparer, die jünger als 25 Jahre sind, können einmalig frei über ihr Guthaben samt Wohnungsbauprämie verfügen. So lässt sich das Geld von einem Vertrag auch in ein neues Auto oder die erste Wohnungseinrichtung investieren.“

P2News/Badenia AG

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