Werbeanzeige
Home / Politik / International / Naher Osten: Humanitäre Versorgung sicherstellen
Werbeanzeige

Naher Osten: Humanitäre Versorgung sicherstellen

Die Bundesregierung fordert eine schnelle Waffenruhe im Nahen Osten. Gleichzeitig ist sie besorgt über die schlechte humanitäre Lage im Gazastreifen. Sie hat deshalb insgesamt mehr als elf Millionen Euro für humanitäre Hilfen in den palästinensischen Gebieten bereitgestellt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier haben in den vergangenen Tagen wegen der Zuspitzung der Lage im Gazastreifen zahlreiche Telefonate geführt. Unter anderem telefonierten sie mit der israelischen Regierung, dem amtierenden EU-Ratspräsidenten und weiteren Regierungschefs.

In den Gesprächen hätten Merkel und Steinmeier die Position der Bundesregierung im gegenwärtigen Nahost-Konflikt deutlich gemacht, erklärte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm:

Die Bundesregierung fordert eine möglichst schnelle Waffenruhe. Der Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen gegenüber Israel muss gestoppt werden.

Dazu gehört, dass der Waffenschmuggel und somit der Nachschub an Raketen und Waffen in den Gazastreifen beendet wird. Nur so kann die Sicherheit Israels dauerhaft gewährleistet werden.

Darüber hinaus setzt sich die Bundesregierung für Verhandlungen über eine Zweistaatenlösung ein. „Diesem Ziel dienen auch alle Initiativen, die gegenwärtig von der internationalen Weltgemeinschaft unternommen werden“, machte Wilhelm deutlich.

Zur Unterstützung der Bemühungen wird Deutschland den Beauftragten für Nah- und Mittelostpolitik, Botschafter Andreas Michaelis, am Dienstag in die Region entsenden.

Bundesregierung besorgt über humanitäre Lage

Allerdings sieht die Bundesregierung auch die sich zunehmend verschlechternde humanitäre Lage der Zivilbevölkerung im Gazastreifen. Sie ist besorgt über das Leiden unschuldiger Menschen. Deutschland hat deshalb dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes zwei Millionen Euro an humanitärer Hilfe zur Verfügung gestellt.

Zudem arbeitet die Bundesregierung eng mit deutschen Nichtregierungsorganisationen zusammen. Sie hat etwa der Organisation Care 200.000 Euro für die Versorgung von Krankenhäusern in Gaza bereitgestellt. Insgesamt beläuft sich die Gesamthilfe für die palästinensischen Gebiete in diesem gerade erst begonnenen Jahr auf mehr als elf Millionen Euro.

„Die Bundesregierung fordert zudem beide Konfliktpartner auf, die humanitäre Versorgung sicherzustellen“, sagte Wilhelm. Denn so könnten die dringend benötigten Hilfsgüter und die medizinische Versorgung gewährleistet werden.

Eine schnelle Lösung des Konflikts im Nahen Osten sieht die Bundesregierung nicht. Der Außenminister habe zu Recht davon gesprochen, dass es im Moment keine Hoffnung auf eine kurzfristige Lösung gebe, so der Regierungssprecher. „Wir müssen Schritt für Schritt vorgehen, allerdings mit hoher Intensität.“

P2News

Werbeanzeige

Check Also

Beziehungen der EU und Weißrussland

Europa droht in ein neues Zeitalter der Ost-West-Konfrontation abzugleiten. Der diplomatische Krieg zwischen der EU …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.