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Mit Ohrstöpseln in die Disko

Schwerhörigkeit ist nicht nur eine Folge des Älterwerdens, sondern wird zunehmend zu einer Zivilisationskrankheit. Das Magazin Reader’s Digest (November-Ausgabe) gibt im Rahmen seiner Gesundheitsserie viele wertvolle Tipps, wie man erste Anzeichen richtig erkennen kann, was als Vorbeugung möglich ist und wie man sich bei Beschwerden verhalten sollte. „Wir können unsere Ohren schützen, indem wir Schädigungen wie Stress, schlechte Ernährung, wenig Bewegung oder Lärm vermeiden“, sagt Hartmut Berndt, Hals-Nasen-Ohren-Experte aus Berlin. Sein Rat: Mit den Ohren pflegsam umgehen.

Wer kennt das nicht: Man ist mit dem Flugzeug unterwegs, und sowohl beim Start als auch der Landung herrscht ein immenser Druck auf dem Ohr. Dies wird noch verstärkt, wenn eine Erkältung hinzukommt. Experten wie der Freiburger Arzt Michael Deeg raten deshalb, in solchen Fällen eine Stunde vor dem Flug ein Nasenspray oder Nasentropfen zu nehmen, „damit die Ohrtrompete wieder frei wird“, so Deeg. Wer dennoch das Gefühl hat, in dieser Phase schlechter zu hören, kann selbstständig eine Art Druckausgleich herbeiführen – und zwar so: Luft durch den Mund einatmen und in die mit Fingern zugehaltene Nase pressen. In den meisten Fällen knackt es im Ohr, das volle Gehör ist wieder da.

Vorsicht ist geboten, wenn stechende und anhaltende Ohrenschmerzen zu spüren sind, man dazu Kopfschmerzen spürt und Fieber bekommt. Alles zusammen gilt als sicheres Anzeichen einer Mittelohrentzündung. Experten raten in diesem Fall dringend zu einem Arztbesuch, weil die Verschreibung von Antibiotika helfen kann, um eine chronische Mittelohrentzündung zu vermeiden.

Während diese und ähnliche Beschwerden zumeist geheilt werden können, bedarf es beim Tinnitus oftmals einer längerfristigen Therapie. Denn diese Ohrgeräusche können viele Ursachen haben: einen erhöhten Blutdruck, eine Stoffwechselstörung, möglich ist auch eine frühere Erkrankung des Gehörs, eine Infektion, aber auch massiver Lärm oder lang anhaltender Stress. Wichtig ist: Wer ein permanentes Pfeifen, Brummen, Rauschen oder Klingeln im Ohr hört, sollte ebenfalls umgehend den Arzt aufsuchen.

Denn je früher der Tinnitus behandelt werden kann, desto größer ist die Chance auf Heilung. Bei manchen verschwinden die lästigen Geräusche bereits nach wenigen Tagen wieder. „Ein akuter Tinnitus wird in der Regel mit Infusionen behandelt, welche die Fließeigenschaften des Blutes verbessern oder die Kortison enthalten“, so Hals-Nasen-Ohren-Arzt Berndt. Wie beim Tinnitus sind auch beim Hörsturz die Ursachen nicht genau geklärt. Aber auch hier gilt: Um einen dauerhaften Schaden des Gehörs zu verhindern, umgehend zum Arzt gehen.

Und: Wer sich unsicher ist ob seines Hörvermögens, sollte sich einem Hörtest unterziehen. „Viele Menschen warten zu lange ab, weil sie ein Hörgerät fürchten“, warnt Günter Steinmeier, Vorsitzender des Fachverbandes Deutscher Hörgeräte-Akustiker. Dabei gilt die Grundregel: Wer ein Hörgerät bekommt, verhindert damit, dass sich das Gehör weiter verschlechtert.

Unabhängig davon raten die Experten zur Lärmvermeidung, wo immer es geht. Wer zum Beispiel den MP3-Player mit einem Schallpegel von 110 Dezibel betreibt, schadet genauso seinen Ohren wie es im Fall eines Disko-Besuchs geschieht. „Nehmen Sie Ohrstöpsel in die Disko oder ins Konzert mit“, rät deshalb Martin Liedtke, Lärmexperte am Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung in Sankt Augustin.

Zur Vorbeugung gehört auch die richtige Ohrenpflege. Erste Grundregel: Die Ohren nicht mit einem Wattestäbchen reinigen, weil damit das Ohrenschmalz leicht zu einem Pfropfen zusammen geschoben werden kann. Lieber sollte man das Ohrenschmalz nach dem Duschen oder Baden mit einem Waschlappen entfernen. Wichtig auch: Selbst in großen Stressphasen für Momente der Entspannung sorgen, sich gesund ernähren und – wenn möglich – ausreichend schlafen. Denn: Wer zu viel um die Ohren hat, dem kann das leicht auf die Ohren schlagen.

Reader’s Digest, P2news

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