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Mister Bundesbank

Jens Weidmann wird nicht nur der jüngste Bundesbankpräsident. Mit ihm wird zugleich einer der engsten Mitarbeiter von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum obersten deutschen Hüter unserer Währung. Das stößt einigen Kritikern auf. Sie fürchten um die Unabhängigkeit jener Institution, an die einem Bonmot des früheren EU-Kommissionspräsidenten Delors zufolge alle Deutschen glauben. Doch die Vorwürfe sind unzutreffend. Weidmann hat sich nicht nur in der größten Finanz- und Wirtschaftskrise der Bundesrepublik ausgezeichnet. Er hat auch als loyaler Mitarbeiter der Kanzlerin seine eigene Meinung bewahrt. Die besondere Atmosphäre der Bundesbank und ihre vom Gesetz garantierte Unabhängigkeit werden die Bindung zur Kanzlerin überdies schnell lockern. Schon weil er seine Unabhängigkeit beweisen muss, wird Merkel in ihm keinen willigen Erfüllungsgehilfen finden. Das haben auch die Vorgänger Karl-Otto Pöhl, der Staatssekretär bei Helmut Schmidt war, oder Hans Tietmeyer, der diese Funktion bei Helmut Kohl ausübte, bewiesen. Beide scheuten nicht vor Konflikten mit ihren früheren Dienstherren zurück. Genauso dient Weidmann jetzt nicht mehr der Kanzlerin, sondern einer stabilen Währung.

P2News/Rheinische Post

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