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Mißfelder kritisiert Renten-Diskussion als einseitig

Mißfelder kritisiert Renten-Diskussion als einseitig – Unionsnachwuchs warnt Rüttgers vor Politik „zu Lasten der jungen Generation“

Der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder (CDU), hat die Diskussion über die Rente als einseitig kritisiert und Entlastungen für die jüngere Generation gefordert. „In der Rentenpolitik hat die Bundesregierung bislang zu wenig an junge Familien gedacht“, sagte Mißfelder der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Dienstagausgabe). „Nachdem die ältere Generation so in den Blickpunkt geraten ist, sollte es jetzt auch um die Jüngeren gehen“, forderte der Chef der Unions-Nachwuchsorganisation.

Mißfelder machte sich für eine spürbare steuerliche Entlastung junger Familien stark. „Eine vierköpfige Familie mit durchschnittlichen Einkünften sollte von der Einkommensteuer weitgehend befreit sein“, sagte Mißfelder. „Das können wir erreichen, wenn der steuerliche Grundfreibetrag, der momentan für Erwachsene voll und für Kinder abgeschwächt gilt, pro Person auf 8000 Euro angehoben wird.“ So entstehe bei den Familien Spielraum für die Altersvorsorge, beispielsweise durch die Riester-Rente, erläuterte Mißfelder.

Den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (CDU) forderte Mißfelder dazu auf, ein schlüssiges Finanzierungskonzept für die angestrebte Rentenaufstockung für Geringverdiener vorzulegen. „Es ist ein wünschenswertes Ziel, dass jemand, der lange eingezahlt hat, mehr herausbekommt als das Sozialhilfe-Niveau. Aber diese Vorschläge müssen finanzierbar sein und sie dürfen nicht zu Lasten der jungen Generation gerechnet werden“, sagte Mißfelder.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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