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Ministerium patzt beim Einbürgerungstest

Das Bundesinnenministerium hat seinen Einbürgerungstest mit falschen Antworten und grob missverständlichen Fragen gespickt. Das ergaben Recherchen. Die Fehler seien zwar inzwischen korrigiert worden, standen aber tagelang auf der Internetseite des Ministeriums, schreibt der stern. Mindestens vier Fragen oder Antworten mussten nachträglich korrigiert werden.

So hieß es in der Ursprungsversion von Frage 247: „Wer darf in Deutschland einen Antrag auf Eheschließung stellen?“ In Deutschland müssen jedoch für Eheschließungen gar keine Anträge gestellt werden, wie die Anwältin Kirstin von Graefe den Sachverhalt gegenüber stern.de erklärte: „Der Begriff Antrag ist schlichtweg falsch, es handelt sich um eine Anmeldung.“ Der Unterschied: Ein Antrag muss genehmigt werden, eine Anmeldung nicht. Zudem lautete in der Ursprungsversion des Tests die wahrscheinlich richtige Antwort „Frau oder Mann“. Es müssen allerdings beide Partner, also „Frau und Mann“ die Ehe anmelden. Das Ministerium gibt vier Antworten vor, nennt aber nicht die richtige.

In der alten Version von Frage 282 hieß es: „Sie möchten Ihrem Kind einen Hund schenken. Wozu sind Sie gesetzlich verpflichtet? Sie müssen den Hund…“ Als richtige Antwort gab das Ministerium an: „…beim Ordnungsamt anmelden und Steuern zahlen“. In der neuen Version heißt es jetzt „…bei der Kommune (Stadt und Gemeinde) anmelden und Steuern zahlen“. Anwältin von Graefe moniert, dass nicht zutreffend formuliert wurde. Es gebe Bundesländer, in denen der Hund nicht beim Ordnungsamt angemeldet werde. Zudem hießen die früheren Ordnungsämter heute häufig Verbraucherschutzämter.

Ein Sprecher des Innenministeriums entschuldigte die Pannen mit „redaktionellem Versehen“. „Es sind Unstimmigkeiten vorgekommen, in der Tat ist der Test überarbeitet worden“, sagte er. Es sei schließlich „ein großes Dokument mit unheimlich viel Wissen“. In so einem Fall seien Fehler normal.

stern,

P2News

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