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Metro schrumpft Real scheibchenweise

Bis Ende März will Metro-Chef Dr. Eckhard Cordes endgültig beschließen, was mit der margenschwachen Supermarkt-Kette Real geschieht. Wie das Wirtschaftsmagazin ‚Capital‘ berichtet, könnten ihm die jüngsten Entwicklungen im Rhein-Main-Gebiet dabei Entscheidungshilfe leisten. Dort muss Real die Hälfte seiner insgesamt neun Märkte nach und nach abgeben, da der Vermieter diese Immobilien lieber dem regionalen Konkurrenten Globus zur Verfügung stellen will.

Eine Sanierung von Real käme Metro teuer, ein Verkauf an inländische Händler ist aus kartellrechtlichen Gründen unwahrscheinlich, Ausländer haben kaum Interesse am margenschwachen deutschen Markt. Die sukzessive Schließung könnte sich für Cordes als bevorzugte Lösung herausstellen. Seit Ende 2006 ist die Zahl der Real-Märkte bereits von 371 auf 320 gesunken. Zudem bringen Schließungen vor Ablauf des Mietvertrags zusätzlich Geld in die Kasse. „Real verbucht jedes Jahr außerordentliche Erträge im einstelligen Millionenbereich aus der Auflösung von Rückstellungen für die geschlossenen Filialen“, schätzt der Chef eines Konkurrenten.

Überdies wächst mit jeder geschlossenen Filiale die Chance, dass ein potenzieller Käufer doch noch eine Erlaubnis des Kartellamts für die restlichen Real-Märkte erhält.

P2News/Capital

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