Werbeanzeige
Home / Politik / Politik Deutschland / Merkels One-Woman-Show
Werbeanzeige

Merkels One-Woman-Show

Bildungsgipfel als Showveranstaltung

Die Kanzlerin will eine Bildungsreise durch Deutschland machen, da Sie offensichtlich zum ersten Mal wahrnimmt, dass wir Bildungsprobleme mitten in unserem Land haben.
Dabei gaukelt sie uns vor, dass alle Probleme besser gelöst werden, wenn sie „ohne Entscheidungskompetenz“ künftig die Bildung zur Chefsache macht.

Wir haben in der Bildung ohnehin schon zu viele Chefs; jetzt sollten endlich mal die Kinder, um die es geht, im Zentrum stehen und nicht die Antwort einer Außenpolitikerin,
die sich nun auch mit einer Showveranstalltung in Deutschland in Szene setzen will.

Die Politik hat versagt. Und dieses Versagen bestätigt sich wenn Hauptschüler nicht in eine Ausbildung kommen.

Es muss in Deutschland endlich damit Schluss sein, Hauptschüler weiter zu diskreditieren.

Wir müssen endlich erreichen, dass der Hauptschulabschluss wieder etwas wert ist. Und das heißt: Wir müssen wieder mehr fordern – im Rechnen, im Lesen und im Schreiben.
Wir brauchen kein Recht auf einen Hauptschulabschluss, wir brauchen eine Pflicht für einen guten Hauptschulabschluss.
Das muss aber die Bildungspolitik und somit Ländersache bringen.

Der ZDH (Zentralverband des deutschen Handwerks) hat deswegen recht: Wir brauchen einen Bildungsgipfel – jedoch nicht als One-Woman-Show der Kanzlerin und erst recht nicht als Eintagsfliege.

Konkret muss es darum gehen, dass die Anzahl der Menschen ohne Schulabschluss in Deutschland radikal reduziert wird und dass es eine Qualitätsaufwertung für den Hauptschulabschluss gibt.

Es darf keinen Gipfel mit einem neuen Forderungskatalog geben. Es muss konkret ein Handlungspaket für alle Beteiligten aus Schule, Kommunal-, Landes- und Bundespolitik, Wirtschaft und Bundesagentur entwickelt werden.

Hier hat jeder seine Hausaufgaben zu machen: Für Schüler, die einen Hauptschulabschluss machen, muss es in den Ländern eine bessere Betreuung und ein auf die Ausbildungsreife orrientiertes Bildungsangebot geben, die BA muss die Berufsberatung deutlich professionalisieren und der Bund muss gerade bei der Weiterbildung für Menschen ohne Schulabschluss ein Programm auflegen.

Das ist die ureigenste Aufgabe des Bundes und damit auch der Kanzlerin:

Bisher gibt es aber nur blumige Weiterbildungsrhetorik ohne großen Inhalt.
Setzen Sechs!

P2News
Politikredaktion

Werbeanzeige

Check Also

Annette Schavan: CDU bleibt neugierig auf die Piraten

Die stellvertretende CDU-Chefin Annette Schavan blickt wachsam auf den Erfolg der Piratenpartei. „Gerade das sich …