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Merkels offene Wirtschaftsflanke – Kommentar

Der überraschende Rücktritt von Wirtschaftsminister Glos hat nicht nur die Machtbalance in der CSU durcheinander gebracht. Er offenbart in der Union gerade an der Stelle eine Schwäche, an der sie beim Wähler sonst immer punktet: bei der Wirtschaftskompetenz. Inzwischen ist es auch dem größeren Publikum klar, dass die Christdemokraten hier wenig Vorzeigbares zu bieten haben. Bei aller Wertschätzung für den blitzgescheiten Aufsteiger in der CSU: Freiherr zu Guttenberg wird diese Lücke nicht schließen. Er ist politisch noch zu unerfahren. Und die Ernennung zum Wirtschaftsminister kommt zu früh. Jenseits aller Partei-Arithmetik hat die Union gegenwärtig nur einen Hoffnungsträger, der programmatisch wie praktisch in diese Rolle schlüpfen könnte: Norbert Röttgen. Er besitzt die für die Partei richtige Mischung aus Wirtschaftskompetenz und Orientierung am christlichen Menschenbild. Er kann im politischen Kampf bestehen und würde sich auch vom Finanzminister nicht unterkriegen lassen. Es ist ein Versäumnis, dass die Kanzlerin den Rücktritt von Glos nicht zu einer überzeugenden Kabinettsumbildung genutzt hat. Es hätte ihrer Wahlkampagne neuen Schwung verliehen. So geht sie in eine ungewisse Zukunft mit einer durch Krise und Machtkämpfe verunsicherten Union.

Rheinische Post

P2News

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