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Merkel erhält Ehrendoktorwürde

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Ehrendoktorwürde der University of Exile, New School for Social Research erhalten. In ihrer Dankesrede warb sie für neue Regeln auf den internationalen Finanzmärkten.

Von der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ist „nahezu niemand um den Globus herum rausgenommen“, so Merkel. Deshalb könne „heute kein Land der Welt mehr allein die Probleme lösen“.

Die Staaten sollten nach dem Vorbild der Vereinten Nationen eine „Charta für nachhaltiges Wirtschaften“ vereinbaren. Dazu sollten sie einen ähnlichen Kraftakt wie bei der Gründung der Vereinten Nationen (UN) leisten, sagte die Kanzlerin im Haus der American Academy in Berlin-Wannsee.

Die Kanzlerin äußerte die Erwartung, dass die Staatengemeinschaft auf dem G-20-Treffen am 2. April in London neue Regeln für die Finanzmärkte aufstellen. Ein erstes Vorbereitungstreffen dafür findet am Sonntag in Berlin statt.

Für Weltoffenheit und Freiheit arbeiten

Merkel bedankte sich für die Ehrendoktorwürde und versicherte, weiter für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit für Weltoffenheit und Freiheit arbeiten zu wollen.

Die Verleihung der Ehrendoktorwürde fand am 75. Jahrestag der Gründung der Exile-Universität statt. Die New Yorker Universität verlieh Merkel den Titel für ihre politischen Leistungen nach der Wiedervereinigung.

Es ist ihr erster Titel von einer amerikanischen Universität. Die Kanzlerin war im vergangenen Jahr von den Universitäten von Leipzig und Breslau ebenfalls mit Ehrendoktortiteln ausgezeichnet worden. Im Jahr 2007 hatte sie diese Ehrung auch von der Hebräischen Universität in Jerusalem erhalten.

Die New School For Social Research ist hervorgegangen aus der University in Exile. Diese hatte es sich zur Aufgabe gemacht, in New York den von den Nationalsozialisten verfolgten Wissenschaftlern ab 1933 eine neue akademische Heimat zu geben. Die New-School-Ökonomen führten ihre Forschungen, die sie bereits vor dem Exil begonnen hatten, in Amerika fort. Die prominentesten Forscher unter ihnen waren Emil Lederer, Adolph Lowe, Hans Neisser und Jacob Marschak. Ihre Arbeiten umfassten bahnbrechende Beiträge auf den Gebieten technologischer Wandel, wirtschaftliche Dynamik und Konjunkturzyklus sowie der Geldtheorie.

P2News

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