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Mercedes-Benz – Formel 1 Krimi, SLS Freuden

Wenn der Chef persönlich anreist, ist dies nicht selten eine ganz besondere Ehre. Grund zur Freude gab es mit der Fahrvorstellung des neuen Sportwagen SLS AMG. Die Dieter Zetsche, Chef der Mercedes-Benz Cars, hatte bereits ein strammes Programm hinter sich, als er in San Fransisco einflog. Am Abend zuvor hatte er das „Goldene Lenkrad“ in Berlin in Empfang genommen, nur wenige Stunden nach seiner Ankunft aus Abu Dhabi. Dort war der Vorstandsvorsitzender der Daimler AG gemeinsam mit Finanzvorstand Uebber und Aufsichtsratchef Bischoff hingereist, um den größten Einzelaktionär Aaber der Daimler AG in Abu Dhabi zu besuchen. Schließlich war ja auch die Formel 1 zum Saisonfinale erstmals im arabischen Emirat zu Gast. Sportlich fährt Mercedes-Benz in der Formel 1 ganz vorne mit: Jenson Button ist im BrawnGP mit Mercedes Power an Bord Weltmeister 2009 geworden. Doch mit F1-Partner McLaren gibt es einige Schwierigkeiten, die das Thema Formel 1 nicht so erfreulich gestaltet.

Nachdem die Trennung des gemeinsamen Sportwagen-Projekt SLR abgeschlossen wurde – Ende 2009 ist endgültig Schluss – will sich der Konzern auch aus der Partnerschaft mit dem McLaren Formel-1-Schmiede trennen. Dies ist aber nicht so einfach wie man vermutet. Die Daimler AG hält 40 Prozent am britischen Unternehmen, die McLaren-Chef Ron Dennis zurückkaufen möchte. Seit Abu Dhabi läuft allerdings altes Öl ins Getriebe: Dennis blockiert den Deal, weil Mercedes-Benz mit dem zurückgeholten Invest gerne bei BrawnGP einsteigen möchte. Dies soll eigentlich unabhängig von der weiteren Lieferung des Mercedes V8-Motor für den McLaren Boliden geschehen. Mercedes-Benz betreibt die Formel 1 nicht zum Spaß sondern als motorsportliches Geschäftsfeld, „und hier müssen für uns die Rahmenbedingungen stimmen“, sagte Dieter Zetsche in einem Gespräch. Geld muss und will man sinnvoll ausgeben, auch die Ausrüstung der Formel 1 mit dem erfolgreichen Mercedes V8 Power (McLaren, Brwan GP, Force India) kann das Unternehmen nicht um jeden Preis anbieten.

Ein Formel-1-Ausstieg im Stile von BMW oder Toyota ist für Mercedes-Benz kein Thema. Dennoch gibt sich der Chef zurückhaltend bei der Aussage „Mercedes bleibt in der Formel 1“. Ein wichtiger Faktor für den Verbleib ist ein konstantes Reglement und die Ruhe abseits motorsportlicher Auseinandersetzungen. Dieter Zetsche, der begeistert vom neuen Yas Marina Circuit in Abu Dhabi ist, gilt nicht als ein Traumtänzer sondern ein realitätsnaher Vorstandsvorsitzender mit einer Verantwortung seinem Konzern gegenüber. Dass genau jetzt Ron Dennis kein akzeptables Angebot Dieter Zetsche vorlegt, ist mehr als bedauerlich. Die vertragliche Bindung zwischen McLaren und Mercedes-Benz lässt ein autarkes Handels seitens der Schwaben derzeit nicht zu. Die Folge: Der Deal mit BrawnGP kann weder besiegelt werden, noch die Motorenlieferung an Red Bull vereinbart werden. Red Bull kann nicht länger auf eine Antwort ‚ja, wir liefern’ warten und wird weiterhin mit Renault an den Start gehen. Die Fortsetzung des Formel-1-Krimis zwischen Denis und Mercedes-Benz wird folgen.

Während der Fahrvorstellung des neuen Mercedes-Benz SLS AMG hatte der Chef jedenfalls gute Laune: „Welche Region wäre besser geeignet, um den SLS AMG auf Herz und Nieren zu testen als Kalifornien? Hier befindet sich die Haus-und-Hof-Strecke für AMG, der Raceway Laguna Seca.“ Das die Auto-Leidenschaft an der Westküste groß ist und das Absatzfeld der Marke ebenso, ist kein Geheimnis. „Hier sind nicht nur viele potenzielle Kunden, hier gibt es auch viele neue Ideen für die Zukunft des Automobils“, sagte Zetsche. „Wir als der älteste Automobilhersteller der Welt arbeiten ja hier in Kalifornien mit einem der jüngsten Hersteller eng zusammen. Die Lithium-Ionen-Batterie im neuen Smart fortwo electric drive stammt von Tesla. Und eines hat unser Smart mit dem SLS AMG bei allem Unterscheiden gemeinsam. Beide interpretieren in ihrem Segment das Motto von Karl Benz: Vom Guten das Beste.“ Bleib nur zu hoffen, dass auch die Verhandlungen zum Thema Formel 1 das Gute mit dem Verträglichen vereinen.

P2News/auto-reporter

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