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Mehr als ein Drittel der Deutschen sind Karnevalsmuffel

Mehr als ein Drittel der Deutschen (36 Prozent) hat kein Interesse an Karneval oder Fasching, gut ein weiteres Drittel (37 Prozent) verfolgt die fünfte Jahreszeit allenfalls am Fernseher. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für die Zeitschrift DAHEIM in Deutschland.

Auf die Frage „Feiern Sie Karneval als Beteiligter mit?“ antworteten nur 22 Prozent mit Ja. Dabei zeigte sich, dass die Beteiligung mit zunehmendem Alter abnimmt. Während bei den unter 60-Jährigen zwischen 24 und 28 Prozent aktiv an den so genannten „tollen Tagen“ teilnehmen, sind es bei den über 60-Jährigen nur noch elf Prozent.

Das Interesse ist regional ganz unterschiedlich: In den Karnevalshochburgen wie Rheinland-Pfalz (30 Prozent), Bayern (27 Prozent) und Baden-Württemberg (25 Prozent) fielen die Werte erwartungsgemäß hoch aus. In Berlin gaben hingegen 55 Prozent an, sie seien „Karnevalsmuffel“. Ähnlich groß ist das Desinteresse an der „fünften Jahreszeit“ in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen (53 Prozent).

Wer sich überhaupt mit Karneval und Fasching beschäftigt, hat klare Präferenzen. Emnid fand in der Umfrage für DAHEIM in Deutschland heraus, dass 64 Prozent der Befragten vor allem die Umzüge mit den Motivwagen mögen. 58 Prozent legen Wert auf die Verkleidung.

Die Beliebtheit von Büttenreden und Prunksitzungen hängt hingegen sehr stark vom Alter ab. Während 71 Prozent der über 60-Jährigen die oftmals geistreichen Auftritte der Büttenredner schätzen, können nur 26 Prozent der 14- bis 29-Jährigen mit dieser Form der Unterhaltung etwas anfangen.

Interessant ist auch dieses Ergebnis der Umfrage: Für die Mehrheit der Deutschen, nämlich 54 Prozent, ist es „sehr wichtig“ oder „eher wichtig“, dass während Karneval und Fasching die sonstigen gesellschaftlichen Unterschiede nicht gelten und alle Menschen gleich sind. Dabei zeigte sich, dass dieses Gefühl für Menschen mit Volksschulabschluss deutlich wichtiger ist (72 Prozent) als für Menschen mit Abitur (42 Prozent).

P2News/Reader’s Digest Deutschland

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