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Mehdorn bleibt unter Druck

Der Datenbericht des Bahnvorstands sollte der große Befreiungsschlag werden. Doch die Aufklärung des konzerninternen Datenmissbrauchs lässt in der Tat die Frage der Verantwortung offen. Kann ein Bahnchef seinen obersten Revisor so frei schalten und walten lassen, wie es der im Konzern allseits gefürchtete Josef Bähr tat? Wer kontrolliert die Kontrolleure, lautet in diesem Zusammenhang oft die Frage. Mehdorn jedenfalls tat es nicht. Die gigantischen Aktionen, fast alle Mitarbeiter erst einmal zu potenziellen Verdächtigen zu machen, haben dem Ruf der Bahn als menschenfreundlichem Arbeitgeber enorm geschadet. Zugleich war das Ergebnis, vermeintlichen Schmiergeldempfängern auf die Schliche zu kommen, äußerst dürftig. Auch die von der Bahn beauftragten Schnüffel-Firmen machten offenbar einen miesen Job. Solange Mehdorn keine persönliche Schuld nachzuweisen ist, wird er im Amt bleiben. Das ist formal gerechtfertigt. Aber er hat sich in dieser Affäre nicht mit Ruhm bekleckert. Beim nächsten Fehltritt ist er fällig. Vielleicht hilft es ja, das eigene ruppige Verhalten zu überdenken. Es sind nicht immer die Anderen die Schuldigen oder die Dummen. Mehdorn, der für sein Unternehmen vieles erreicht hat, würde besser dastehen, wenn er hin und wieder auch Ratschläge von diesen Anderen annehmen würde.

Rheinische Post

P2News

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