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Mangelnder Wettbewerb auf dem deutschen Energiemarkt

Verbraucherschützer und Marktbeobachter sind alarmiert: Der Kauf des niederländischen Stromkonzerns Nuon durch den schwedischen Energieriesen Vattenfall führt zu einer weiteren Konzentration auf einem Markt, der ohnehin schon als Oligopol strukturiert ist. Die voraussichtliche Folge: Ein Anstieg der Energiepreise.

„Nur konzernunabhängige Versorger haben ein Interesse daran, dass Energie in Deutschland auf Dauer günstig ist“, sagt Robert Mundt, Vorstandsvorsitzender der mittelständischen FlexStrom AG. Neben dem Ökostrom-Anbieter Lichtblick ist FlexStrom einer der wenigen unabhängigen Energieversorger in Deutschland.

Die dominierenden Stromkonzerne produzieren bereits heute einen Großteil des Stroms für den deutschen Markt. Vier Fünftel der deutschen Kraftwerke gehören den Energieriesen E.on, RWE, Energie Baden-Württemberg (EnBW) und dem Vattenfall-Konzern. Das hat negative Folgen für die Verbraucherpreise. „Als unabhängiger Versorger kaufen wir den Strom möglichst günstig für unsere Kunden auf dem Markt ein“, so FlexStrom-Chef Robert Mundt.

Stromproduzenten haben hingegen ein Interesse an einem möglichst hohen Marktpreis. Entsprechend negativ beurteilen Experten die Marktpräsenz von Konzerntöchtern der großen Energieriesen: So gehört Yello zu Energie Baden-Württemberg, E wie Einfach zur E.on-Gruppe und eprimo zu RWE. Und mit dem Kauf von Nuon durch den Vattenfall-Konzern schreitet die Konzentration auf dem Energiemarkt weiter voran.

Verbraucher können dieser Tendenz allerdings entgegen wirken: Indem Sie sich bewusst für einen der wenigen unabhängigen Energieversorger auf dem Markt entscheiden. Verbraucherschützer und Politiker fordern Privathaushalte bereits seit einiger Zeit auf, sich für günstige und alternative Versorger zu entscheiden.

P2News

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