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Mamma mia, was für ein trauriges Spektakel

Da attackiert ein womöglich geistig labiler Mensch, bei dem es sich jedenfalls um einen Gegner Silvio Berlusconis handelt, den Cavaliere – und was macht die italienische Opposition? Sucht die Mitschuld beim Opfer. O tempora! o mores! Italien ist am Ende. Wirtschaftlich, geistig und moralisch. Natürlich ist der Verfall eines zivilen Miteinanders auch das Markenzeichen des Konzernchefs, der das ganze Land politisch primitiv und stilistisch geradezu obszön regiert. Der Frauen als Ware anpreist, der sich seine eigenen Gesetze schreiben lässt, und dem es gelungen ist, sich über ein Jahrzehnt lang der juristischen Verfolgung zu entziehen. Ein Mann allerdings auch, der die Italiener zweimal davon überzeugen konnte, er sei immer noch besser die bessere und fähigere Alternative zur heillos zerstrittenen Opposition. Und Berlusconi wird auch aus dieser Attacke politischen Profit ziehen können. Nicht nur, weil er jetzt als Opfer dasteht. Sondern vor allem weil der Täter den legalen, politischen Protest gegen Berlusconi diskreditiert hat. Dass die Linke in diese Falle tappt, und sich mit einem verwirrten Gewalttäter gemein macht, zeigt: dieses Land wird noch viele weitere Jahre unter Berlusconi leiden. Es ist ihm nämlich längst zu ähnlich geworden.

P2News/Rhein-Neckar-Zeitung

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