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Lufthansa ruft Politik um Hilfe

Im Streit mit ihren hausinternen Gewerkschaften ruft die Lufthansa die Politik um Hilfe. „Wir appellieren an die Politik, einen gesetzlichen Rahmen zu schaffen, der die Konkurrenz von Gewerkschaften innerhalb eines Unternehmens regelt“, sagte ein Sprecher der Lufthansa. In der vergangenen Woche war die Lufthansa von der Gewerkschaft Verdi bestreikt worden, die mehr Lohn für die Beschäftigten des Boden- und Kabinenpersonals gefordert hatte. In dieser Woche fallen erneut hunderte von Flügen aus, weil die Pilotenvereinigung Cockpit mehr Geld für die Piloten der Lufthansa-Tochter Cityline erstreiken will. Im nächsten Jahr drohen Streiks der Gewerkschaft UFO, die mehr Geld für die Flugbegleiter fordert. „Mehrere Gewerkschaften innerhalb eines Unternehmens führen dazu, dass die einzelnen Arbeitnehmervertretungen sich in ihren Tarifforderungen gegenseitig aufschaukeln“, sagte der Lufthansa-Sprecher der Rheinischen Post. Dies sei nicht allein ein Problem der Lufthansa.

Cockpit dazu:

Da die Geschäftsleitung in den bereits mehrmonatig dauernden Tarifverhandlungen keine verhandlungsfähigen Angebote vorlegen konnte, sahen sich die Cockpitvertreter der Airline gezwungen, die Tarifverhandlungen für gescheitert zu erklären und Urabstimmungen einzuleiten. In diesen votierten 99 Prozent aller stimmberechtigten Mitglieder für die Durchführung von unbefristeten Streikmaßnahmen. Bereits im Mai hatten die Piloten der genannten Airline mittels befristeter Warnstreiks ihren Forderungen Nachdruck verliehen. Am 7. Juli dieses Jahres waren die Cockpitbesatzungen der Fluggesellschaft in einen 24-stündigen Ausstand getreten. Am 22. Juli folgte ein 36 Stunden dauernder Streik.

P2News

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