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Linken-Vorstandsmitglied Korte gegen Rot-Rot-Grün

Jan Korte

Das Linken-Vorstandsmitglied Jan Korte hat Bündnissen seiner Partei mit den Grünen eine Absage erteilt. „Im Moment kann man höchstens über rot-rote Perspektiven diskutieren und nicht über Rot-Rot-Grün. Denn die Grünen sind längst ins Lager der CDU gewechselt“, sagte der Bundestagsabgeordnete der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung. Der 33-Jährige war früher Mitglied der Grünen, bevor er zur damaligen PDS wechselte. „Ich war früher bei den Grünen und habe gesehen, wie eine Partei mit ursprünglich linkem Anspruch neoliberal und als Unterstützerin für eine Beteiligung an völkerrechtswidrigen Kriegen enden kann“, so Korte weiter. In der Debatte um das Grundsatzprogramm der Linken mahnte Korte weitreichende Änderungen an. „Es ist ausdrücklich ein Entwurf. Und er wird mit Sicherheit nicht so bleiben, wie er ist. In der Diskussion sollte es einen substantiellen Zuwachs an Erkenntnis geben“, sagte Korte dem Blatt. Unter anderem mahnte er eine intensivere kritische Betrachtung der DDR an. „Man muss schon erwähnen, was gut war – etwa die Polikliniken. Es kann für die Linke aber nur darum gehen, eine zutiefst kritische Aufarbeitung des Staatssozialismus vorzunehmen. Er ist gescheitert, die Leute wollten ihn nicht mehr.“ Ein Sozialismus ohne demokratischen Rechtsstaat „muss für Linke ausgeschlossen sein“.

P2News/Mitteldeutsche Zeitung

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