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Lehrer-Streik mit Beigeschmack

Der Streik-Aufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an die angestellten Lehrer ist eine gezielte Drohgebärde vor Beginn der neuen Tarifrunde am Montag in Berlin. Gegen so einen Warnstreik wäre wenig zu sagen, wenn die geplante Demonstration für mehr Geld in unterrichtsfreier Zeit anberaumt worden wäre. Doch die GEW will dafür Unterricht ausfallen lassen, und das gibt der Sache einen üblen Beigeschmack. Sicher: Welcher Pennäler ginge nicht ein oder zwei Stündchen eher nach Hause? Doch darum geht es nicht. Denn hier kocht eine Berufsgruppe ihr Süppchen auf Kosten junger Menschen, die ihr in besonderer Weise anvertraut sind. Ihnen aus eigenen Interessen heraus vorsätzlich Unterricht vorzuenthalten, zeugt von dehnbarem Verantwortungsbewusstsein. Unterricht fällt in NRW ohnehin immer noch zu häufig aus. Dass der Staat mit Gehaltskürzung auf Lehrer-Streiks reagiert, ist nur konsequent. Durchsichtig ist der Versuch, die beamtete Lehrerschaft für den Warnstreik zu vereinnahmen. Beamte haben nun einmal kein Streikrecht. Das ist der Preis, den sie für eine verlässliche Alimentation durch den Staat zu zahlen haben. Jeder, der die Beamtenlaufbahn einschlägt, weiß das. Die GEW scheint daran rütteln zu wollen. NRW-Schulministerin Barbara Sommer muss deshalb für klare Verhältnisse sorgen.

Rheinische Post

P2News

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