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Lauda kritisiert Verhalten von Alonso in Formel 1-Affäre

Der frühere Formel 1-Weltmeister Niki Lauda kritisiert in der ZEIT das Verhalten des McLaren-Mercedes-Piloten und amtierenden Weltmeisters Fernando Alonso im Spionage-Skandal der höchsten Autorennklasse. “Es gehört sich nicht, zu sagen, ich habe das Auto um sechs Zehntel Sekunden pro Runde schneller gemacht und erwarte mir jetzt vom Team, dass es Hamilton zurückpfeift. Als
Rennfahrer wollte ich immer nur mit aller Härte im Rennauto meinen Kollegen bekämpfen, aber sicher nicht mit Politik meine Position verbessern – bis zur Erpressung”, sagt Lauda der ZEIT.

Lauda erklärt, ihn störe an Alonso besonders eine Antwort in einem Interview: Alonso sei gefragt worden, “ob er nächstes Jahr bei McLaren-Mercedes weiterfährt. Daraufhin sagte er wörtlich, Formel 1
fahre er sicher weiter. Das ist ein Affront seinem Team und Mercedes gegenüber.” Nach Ansicht von Lauda schadet der Skandal dem Sport: “Ja, unendlich … Wir haben heute einen tollen Kampf in der Formel 1: zwischen Alonso und Hamilton von McLaren und Massa und Räikkönen von Ferrari. Doch das Bild wird jetzt getrübt durch die Spionagegeschichte.”

In dem Skandal geht es darum, dass ein Ferrari-Techniker einem Kollegen beim größten Konkurrenten McLaren-Mercedes geheime Dateien zugesandt hatte. Die Affäre blieb im Dunkeln – bis Alonso im Streit
mit seinem Teamchef davon sprach, das Ganze zu melden. Der kontaktierte daraufhin selbst die Sportaufsicht, mit der dann auch der Fahrer kooperierte. Mercedes-McLaren wurde aus der
Konstrukteurswertung ausgeschlossen und muss eine hohe Strafe zahlen.

Quelle: DIE ZEIT

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