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Lamborghini Murciélago LP 640 Coupé: Das Herzstück des Murciélago

Der Motor

Der längs montierte V12, der die ganze hintere Hälfte des Murciélago beherrscht, ist das heiße Herz der Marke Lamborghini. Seit der Überarbeitung 2006, die eine Vergrößerung des Hubraums brachte, entfaltet er seine Kraft noch eine Spur infernalischer. Der Zwölfzylinder, der mit 11 : 1 hoch verdichtet ist, holt aus seinen 6496 cm3 Hubraum 471 kW (640 PS), bei 6000 1/min stemmt er gewaltige 660 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle. Seine Nennleistung liegt erst bei 8000 1/min an, die mittlere Kolbengeschwindigkeit bei dieser Drehzahl beträgt 23,7 Meter pro Sekunde – ein Wert fast wie in der Formel 1.

Die Köpfe und der Motorblock des V12, der den idealen Zylinderwinkel von 60 Grad aufweist, bestehen aus Aluminium. Die vier von Ketten angetriebenen Nockenwellen lassen sich in den Steuerzeiten verstellen, das Saugrohr schaltet in drei Stufen um – beide Technologien machen den gnadenlosen Durchzug noch wuchtiger. Die Steuerelektronik wurde von Lamborghini selbst entwickelt, pro Zylinderbank ist ein eigener Hochleistungsprozessor am Werk. Wenn der Motor mehr Kühlluft braucht, fahren Ansaugtrichter aus den C-Säulen aus; im Ruhezustand liegen sie bündig in die Karosserie integriert.

Eine Trockensumpfschmierung erlaubt es, den V12 zugunsten des dynamischen Handlings extrem tief einzubauen; zudem garantiert sie auch in extremen fahrdynamischen Situationen eine sichere Ölversorgung. Die Schmierung wälzt 12 Liter Öl um. Der Ölkühler sitzt in der linken Wagenflanke und wird durch eine Öffnung im Seitenschweller mit Luft versorgt.

Die Fahrleistungen, die der V12 möglich macht, sind atemberaubend. Mit seinem Trockengewicht von 1665 Kilogramm katapultiert sich der Murciélago LP 640 in 3,4 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, danach beschleunigt er weiter bis 340 km/h Topspeed. Ebenso wie diese martialische Power fasziniert die Art, wie sie der V12 darbietet – mit einer gierigen Ansprache ans Gaspedal und mit einem durch Mark und Bein dringenden Grollen und Trompeten, das die ganz große italienische Oper spielt. Unter Volllast öffnen Klappen in der Auspuffanlage, sie verleihen dem Orchester der zwölf Zylinder noch mehr Klangvolumen.

Die Kraftübertragung

Schon 1993 führte Lamborghini beim Diablo mit der Zusatzbezeichnung VT den Allradantrieb ein – der Murciélago bringt ihn serienmäßig mit. Wenn die Hinterräder durchdrehen, kann eine Visco-Kupplung über eine zusätzliche Welle bis zu 35 Prozent der Momente an die Vorderachse schicken.

Die Differenziale vorn und hinten sind selbstsperrend ausgelegt, die Raten betragen 25 und 45 Prozent. Mit seinen vier angetriebenen Rädern und der unerbittlichen Traktion holt der Murciélago beim Gasgeben am Ende der Kurve die entscheidenden Meter auf die heckgetriebene Konkurrenz heraus. 58 Prozent seines Gesamtgewichts liegen auf der Hinterachse – eine Verteilung, die sich von Haus aus günstig auf die Traktion auswirkt.

Neben der manuellen Schaltung offeriert Lamborghini eine automatisierte Version namens e.gear, bei der eine Elektrohydraulik die Gangwechsel extrem schnell und geschmeidig besorgt. Ein Display im Cockpit informiert den Fahrer über den eingelegten Gang. Neben einem speziellen „Sport“-Modus offeriert e.gear auch eine vollautomatische Betriebsart, die sich im Stadtverkehr als besonders angenehm erweist.

Die Zusatzfunktion „Thrust mode“, die das System auf der Automatik-Ebene mitbringt, sorgt für raketenartige Anfahrvorgänge, wenn die serienmäßige Traktionskontrolle deaktiviert ist. Sobald der Pilot jetzt im ersten Gang Vollgas gibt, beschleunigt der Murciélago LP 640 mit maximaler Power und geregeltem Schlupf – seine Kupplung rückt erst bei etwa 4000 1/min Drehzahl ein.

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