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Lakritze – Leckerei, gefährlich oder Heilmittel?

Man kann sie mögen oder nicht, aber so ganz ohne Diskussion geht es bei der Lakritze nicht. Napoleon soll stets kleine Mengen mit sich geführt haben, um seine Gastritis zu kurieren. Jahrhunderte später hatte man es dann schwarz auf weiß: Mikrobiologen des Instituts für Medizinische Mikrobiologie in Kiel wiesen 2003 nach, dass Lakritz den berüchtigten Keim Helicobacter pylori angreift und ihn daran hindert, sich an den Magenwänden festzusetzen.

Andere Forschungen, die sich nicht nur auf Glycyrrhizin, sondern auch die im Süßholz enthaltenen Flavonoide konzentrieren, untersuchen die Wirksamkeit von Lakritz gegen Krebs, oxidativen Stress und Allergien – mit durchaus viel versprechenden Ergebnissen. Und so scheint es fast, als sei die süße Wurzel tatsächlich ein phytotherapeutischer Tausendsassa. Doch leider ist es auch hier wie bei vielen anderen potenten Wirkstoffen:

Der Dauergebrauch von Lakritze und Süßholzpräparaten kann mit Nebenwirkungen verbunden sein: Ab einer Dosis von 100 Milligramm Glycyrrhizinsäure täglich kann es zu Verschiebungen im Mineralstoffhaushalt kommen: Der Natriumpegel im Körper steigt, der Kaliumpegel sinkt. Herz-Kreislauf-Kranke, Diabetiker und Schwangere sollten Süßholzprodukte daher nur in sehr kleinen Mengen zu sich nehmen oder besser ganz verzichten. Für alle anderen gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung Folgendes als Richtlinie an: bei regelmäßigem Verzehr maximal 50 Gramm Lakritz pro Tag konsumieren.

Mit Lakritze zum Kindersegen?

Männer, die sich mit Zeugungsabsichten tragen, sollten den Griff zur Lakritztüte lieber vermeiden und diese gleich an ihre Frau weiterreichen: Forscher von der iranischen Shahid-Beheshti-Universität haben heraus gefunden, dass bereits 400 Milligramm Glycyrrhizin ausreichen, um die Testosteronwerte von Männern drastisch in den Keller zu treiben. Unfruchtbaren Frauen hingegen kann die tägliche Dosis Lakritz durchaus zum Kindersegen verhelfen, da es ovulatorisch – also Eisprung auslösend – wirken soll. Zumindest werden Frauen mit Kinderwunsch in Japan traditionell mit einem Gemisch aus Pfingstrose und Süßholz behandelt.

P2News/PhytoDoc Limited

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