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Lafontaine verführt

Der Eindruck verstärkt sich: Bald hat Oskar Lafontaine seine frühere Partei SPD soweit, dass sie sich ihm ergibt, zu ihm hin sinkt wie einst 1995. Vielleicht ist ja der Saarländer, der mit Blick auf die SPD zwischen alter Liebe und frischem Hass schwankt, für das Gros der von Schröders Reformpolitik überrumpelten und verstörten Sozialdemokraten trotz Ämterflucht und Parteiwechsels Vorsitzender der Herzen geblieben. Unwillkürlich denkt man an den legendären Parteitagscoup von Mannheim vor dreizehn Jahren. Damals stürzte der geborene Agitator Lafontaine den lahmen Vorsitzenden Rudolf Scharping. Lafontaine hatte wie im Rede-Rausch die Delegierten mit dem Zuruf verführt: „Genossinnen und Genossen, es gibt noch Politikentwürfe, für die wir uns begeistern können.“ Die SPD von 2008 segelt demoskopisch tiefer als 1995. Ungeachtet des Erich-Kästner-Rates, niemand sollte so tief sinken, von dem Kakao, durch den man ihn zieht, auch noch zu trinken, schlürft sie von Lafontaines Brühe. Hessens Ypsilanti ist bereits trunken. Sie steht aber mit ihrem Willen, unbedingt zu regieren, und koste es Respekt sowie rote Hilfe der Linkspartei, für zu viele in der SPD, die politisch zurück hinter Schröder wollen. Man fasst es nicht.

Rheinische Post

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