Werbeanzeige
Home / Wissen / Kunst / Künstlerförderung: Deutsche Kunst aus Rom in Berlin
Werbeanzeige

Künstlerförderung: Deutsche Kunst aus Rom in Berlin

Auch in diesem Jahr hat die Villa Massimo Arbeiten ihrer Stipendiaten in Berlin präsentiert. Einen Abend lang boten Ausstellungen, Lesungen und Konzerte Einblicke in die Arbeit der Deutschen Akademie Rom. Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßte Künstlerinnen, Künstler und das interessierte Publikum im Martin-Gropius-Bau.

Dabei unterstrich die Bundeskanzlerin die Bedeutung von Kunst und Kultur für unsere Gesellschaft. „Kunst verwandelt uns, öffnet die Augen, lässt uns staunen, provoziert, inspiriert und ist eine Freude“, sagte Merkel. Investitionen in die Kultur seien Investitionen in unsere eigene Zukunft.

„Auf die Impulse von Kunst und Kultur können wir nicht verzichten“

Der Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom bedeute für die Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland Inspiration und künstlerische Orientierung, erklärte Merkel. Unter ihrem jetzigen Direktor habe sich die Akademie weiter dem römischen Kulturleben und damit dem kulturellen Austausch mit Italien geöffnet, freute sich die Bundeskanzlerin.
Zum Ende ihrer Rede kündigte Merkel die Einrichtung eines weiteren „Leuchtturms“ auswärtiger Kulturpolitik an. Die Bundesregierung habe beschlossen, in Istanbul eine deutsch-türkische Akademie einzurichten.

Dritte Präsentation in Berlin

Bereits zum dritten Mal stellte sich die Akademie in dieser Form dem deutschen Publikum vor. Im Mittelpunkt standen Arbeiten der Stipendiaten des vergangenen Jahres, die in Rom entstanden oder eigens für diese Präsentation geschaffen wurden.
Felix Schramm, David Zink Yi und Elke Zauner zeigten Skulpturen, Gemälde und Fotoarbeiten. Die Architekten Beate Kirsch und Norbert Sachs waren mit Modellen sowie mehreren Reliefs antiker Baustrukturen und Fotoarbeiten vertreten.

Ausstellungen, Lesungen und Konzerte

In einem eigenen Raum konnte das Publikum neue Kompositionen von Arnulf Herrmanns und Stephan Winkler hören. Musiker des „Ensemble Modern“ spielten Winklers Stück „Vom Durst nach Dasein. Sieben Sachen und eine Gegebenheit für Bratsche und noch sieben“. Herrmanns Klavierstück „Privatsammlung“ führte der Pianist Björn Lehmann auf.

Auch für Literaturbegeisterte war etwas dabei: Manfred Karge las aus dem gerade erschienenen Roman „Das ewige Haus“ von Thorsten Becker. Die Schauspielerin Anja Lais stellte Navid Kermanis Texte „Über drei Bilder von Caravaggio in Rom“ vor. Mit einem DJ-Set von Carsten Nicolai, Stipendiat der Deutschen Akademie Villa Massimo im Jahr 2007, ging der Abend zu Ende.

Künstlerförderung mit Tradition

Die Bundesregierung fördert hochbegabte deutsche Künstlerinnen und Künstler durch Studienaufenthalte im Ausland. Die bedeutendste deutsche Einrichtung dieser Art ist die Deutsche Akademie Rom Villa Massimo. Jedes Jahr bietet sie zehn Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Bildende Kunst, Architektur, Literatur und Komposition die Möglichkeit, für elf Monate in Rom zu leben und zu arbeiten.

1910 von Mäzen Edward Arnhold gegründet und später dem Preußischen Staat gestiftet, ist die Villa Massimo heute Eigentum der Bundesrepublik Deutschland. In ihrer fast hundertjährigen Geschichte hat sie viele berühmte Kunst- und Kulturschaffende aus Deutschland beherbergt.

Die Villa Massimo wird im Jahr mit rund 1,4 Millionen Euro vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

P2News

Werbeanzeige

Check Also

Die junge Kunst am Kap

So kunstfern die Fußball-WM zunächst erscheinen mag, richtet die aktuelle Ausgabe des Kunstmagazins art ihren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.