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Kultusminister lenken ein

Zornige junge Leute auf den Straßen, die gegen unsinnigen Prüfungsdruck im neuen Bachelor revoltieren; besetzte Hörsäle und entnervte Professoren, die die Kritik der Studierenden teilen; Rektoren, die sich von der Politik entmündigt fühlen – die Bilder der letzten Wochen sind noch präsent. 10 000 Demonstranten wurden zur Kultusminister-Konferenz in Bonn erwartet. 4000 kamen tatsächlich – was aber kein Politiker als Zeichen der Entwarnung werten sollte. Die verkündete Abkehr vom Prüfungsmarathon sowie mehr Flexibilität im Ablauf des Studiums sind unumgänglich, um die – grundsätzlich ja nicht strittige – „Bologna-Reform“ praktikabel umzusetzen. Stumm bleiben die Minister dagegen bei brisanten Punkten wie Studiengebühren oder Bafög-Erhöhung. Dass in diesem Jahr fast 100 Milliarden Euro (neuer Rekord) in öffentliche Bildung fließen, merken viele „Kunden“ bisher nicht. Personalmangel in Kitas und Schulen sowie überfüllte Hörsäle künden eher vom Gegenteil. Dass manche Universität die sprudelnden Gebühren-Millionen lieber aufs Konto legt, statt ihr Lehrpersonal aufzustocken, wird zusätzliches Misstrauen schüren. Klar ist schon jetzt: Nach der Reform ist vor der Reform.

P2News/Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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