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Kritiker fordern Papst-Worte

Papst Benedikt XVI

Geht dieser Papst womöglich als der Papst des Schweigens in die Geschichte ein? Wer die jüngsten Nachrichten verfolgt, könnte leicht diesen Eindruck gewinnen. Der Papst äußere sich nicht, wird allerorten kritisiert. Aber trifft das den Kern, schweigt Benedikt zum Missbrauch in der Kirche?

Nein. Er hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten häufig geäußert. Er hat seine Abscheu über diese grauenhaften Verbrechen, begangen an kleinen, zerbrechlichen Kinderseelen, öffentlich gemacht, hat sich wiederholt entschuldigt und strikteste Aufklärung eingefordert. Soll er das wöchentlich, für jedes Land neu, wiederholen? Es wäre ein leeres Ritual.

Es mutet schon merkwürdig an, dass ausgerechnet die kritischen, Reform-orientierten Gruppen in der Kirche, die ansonsten mit der Hierarchie so gerne hadern, jetzt nach Hierarchie rufen. Aber die kann dieses Problem nicht lösen. Jetzt sind zuallererst die Bischöfe an der Reihe. Sie müssen ihre verschärften Leitlinien zum Vorgehen im Fall des Missbrauchs strikt, ohne falsche Rücksicht, umsetzen und anwenden.

Benedikts Pontifikat jedoch, das aber dürfte auch klar sein, wird auch daran gemessen werden, wie er mit dem Missbrauch umgeht. Aber da sollten Taten zählen, nicht Worte.

P2News/Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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