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Krise im Kongo kann nur durch Diplomatie gestoppt werden

„Angesichts der aktuellen humanitären Katastrophe in der Demokratischen Republik Kongo ist klar, dass es keine militärische Lösung für das Land geben kann“, sagt Friedensexperte Ekki Forberg von der Hilfsorganisation World Vision Deutschland. Er fordert, dass sich die internationale Gemeinschaft, die westlichen Regierungen und damit auch die Bundesregierung intensiver in den Konflikt einschalten. Diese Bemühungen sollten darauf ausgerichtet sein, den Friedensprozess wiederzubeleben. „Wichtig ist auch, dass die Bundesregierung und die Europäische Union sofort diplomatische Gespräche mit den Regierungen der Nachbarländer Ruanda und Uganda aufnehmen, damit diese nicht zu einer Eskalation des Konflikts im Kongo beitragen.“

World Vision ruft die Konfliktparteien zum sofortigen Ende der Kampfhandlungen auf. Das Friedensabkommen, das im Januar vereinbart wurde, müsse endlich umgesetzt werden. Wichtige Forderungen sind: der Schutz der Zivilbevölkerung, Zugang für Hilfsorganisationen zu den Flüchtlingen, Entwaffnung der Milizen, keine weitere Rekrutierung von Kindersoldaten und konsequente Strafverfolgung von Menschenrechtsverletzungen. Darüber hinaus müssen nach Einschätzung von World Vision im Kongo zahlreiche Konflikte um Landbesitz und Bodenschätze gelöst werden.

Die Kinderhilfsorganisation World Vision musste gestern seine Mitarbeiter aus der Provinzhauptstadt Goma evakuieren. Helfer in Goma berichten von heftigen Schusswechseln. Es habe bereits mehrere Tote gegeben. Die besondere Sorge gilt den zigtausenden Menschen auf der Flucht. Männer, Frauen und Kinder haben teilweise nichts zu trinken und zu essen.

World Vision engagiert sich im Kongo, in den Regionen Beni, Mutwanga, Rutshuru, Rwanguba, Goma und Kirotshe mit verschiedenen Hilfsprogrammen. Schwerpunkte sind die Versorgung von Binnenflüchtlingen, Kinderschutz, Ernährungssicherung und Gesundheitsversorgung.

In der Demokratischen Republik Kongo gibt es UN-Schätzungen zufolge derzeit 1,1 Millionen Binnenflüchtlinge. Nach dem Scheitern der Friedensbemühungen im August hat sich die Auseinandersetzung zwischen Regierung und Rebellen verschärft und damit die humanitäre Situation verschlechtert. Nach internationalen Schätzungen mussten seit August rund 250.000 Menschen vor Gewalt und Kämpfen fliehen.

P2news

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