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Krimineller Leichtsinn

Kein Land dieser Erde investierte so viel in den Schutz vor der Natur wie Japan. Bei dem verheerenden Erdbeben und dem gigantischen Tsunami am 11. März zahlte sich dies aus. So schlimm der Verlust vieler Menschenleben ist, die Schutzmaßnahmen verhinderten Schlimmeres. Umso unverständlicher ist Japans krimineller Leichtsinn im Umgang mit dem Atomkraftwerk Fukushima. Jetzt wird deutlich, mit welch eiskaltem Kalkül Tepco Profit über Sicherheit stellte.

Vor der Katastrophe wurden Überprüfungsdokumente gefälscht und Risiken verniedlicht. Später zögerten die Manager bei nötigen Entscheidungen, weil sie die Anlagen retten wollten. Deutlich wird, welcher Irrwitz der Energiepolitik zugrunde liegt. Das Land nutzt Atomkraft, obwohl sie nicht benötigt wird. Tepco verheimlichte eine selbst in Auftrag gegebene Studie, laut der Japan seinen gesamten Bedarf mit erneuerbarer Energie decken könnte.

Die Gefahren, die auf Jahre von dem zerstörten Atomkraftwerk ausgehen, müssen mit immensem Aufwand kontrolliert werden. Jenseits aller Risiken, die Atomkraft mit sich bringt, sollte die Welt auch diese Lehre aus Fukushima ziehen.

P2News/Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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