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Kontaktaufnahme zu Verstorbenen boomt

Kontaktaufnahme zu Verstorbenen boomt in Deutschland. Die Zeiten, in denen die Anhänger des so genannten Spiritismus als Spinner bezeichnet wurden, scheinen vorbei zu sein. Wie die Zeitschrift WUNDERWELT WISSEN in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, hat das Thema inzwischen alle Gesellschafts- und Altersschichten erfasst. So glauben zehn Prozent der Deutschen fest an Geister, belegte das Meinungsforschungsinstitut Allensbach bereits vor einigen Jahren. Laut einer Studie der Universität Hohenheim zählen inzwischen bis zu 15 Prozent der Deutschen zur Gruppe der spirituellen Sinnsucher.

Die Motive von Menschen mit ihren Verstorbenen in Kontakt zu kommen, liegen auf der Hand: Man sucht Trost, man will um Verzeihung bitten, man erhofft sich einen Rat, man will wissen, ob es dem Verstorbenen gut geht und ob der Tod doch nicht das Ende ist.

Drei Millionen Menschen hierzulande geben für Okkultismus sechs Milliarden Euro jährlich aus. Ein gigantischer Markt, der Begierden weckt. So hat sich jüngst auch eine Königstochter in die Schar der Totenflüsterer eingereiht: Die norwegische Prinzessin Märtha Louise will nach den Engeln nun auch Kontakt zu Geistern haben. Im Veranstaltungszentrum „Himmel und Meer“ von Stavanger bietet die Königstochter zahlungswilligen Landsleuten Gespräche mit Verstorbenen an.

Alles nur Schwindel, um Geld zu machen, sagen Kritiker. „Wer behauptet, mit Verstorbenen Kontakt aufnehmen zu können, nutzt die emotional beeinträchtigte Wahrnehmung der Trauernden aus“, sagt Wolfgang Hund, Mitglied in der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP).

P2News/Gruner+Jahr AG & Co KG

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