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Köhler sorgt in Afghanistan für Irritationen

Eine Afghanistan-Reise des Bundespräsidenten hat ohnehin lange auf sich warten lassen. Nun hat Horst Köhler die deutschen Soldaten besucht, doch ein echter Erfolg war seine Tour an den Hindukusch nicht. Das Staatsoberhaupt sorgte für Irritationen, als es indirekt den Erfolgswillen der Truppe in Frage stellte. Nun mag das gewiss nicht Köhlers Absicht gewesen sein. Doch ungeschickt war es trotzdem. Es ist schade, dass der Bundespräsident beim Thema Afghanistan mit solchen Nachrichten von sich Reden macht. Köhler hat sich in der Afghanistan-Debatte bislang auffällig zurückgehalten. Dabei wäre es doch seine Aufgabe gewesen, viel deutlicher als bisher den Soldaten Respekt und Anerkennung zu zollen.Erst jetzt fordert unser Staatsoberhaupt einen breit angelegten politischen Diskurs über den umstrittenen Einsatz. Köhlers Appell kommt reichlich spät. Die Impulse für ein großes gesellschaftliches Streitgespräch über die Mission hätte er schon längst geben müssen. Und wann kommt im Übrigen die viel beachtete Afghanistan-Rede des Bundespräsidenten?

P2News/Westfalenpost

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