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Klimaschutz: Mit dem Klimawandel umgehen

Das Klima ändert sich, die Frage ist nur wie stark. Die Gesellschaft muss sich deshalb auf soziale, ökologische und wirtschaftliche Folgen einstellen – am besten so früh wie möglich.

Trotz aller Bemühungen, den Klimawandel zu stoppen, erscheinen Veränderungen unausweichlich. Vor allem auf höhere Temperaturen müssen wir uns einstellen, mit allen Nebenwirkungen für Umwelt, Gesundheit und unseren Lebensraum.

Mit der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel legt die Bundesregierung nun ein Konzept vor, wie sich auf die bereits eingetretenen und die sich abzeichnenden Veränderungen des Klimasystems reagieren lässt.

Mehr Klimaschutz, weniger Anpassungsbedarf

Der Kampf um die Reduzierung der Treibhausgase hat auch in Zukunft absolute Priorität. Deutschland und die Europäische Union (EU) haben sich zum Ziel gesetzt, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf 2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.

Die Verminderung von Treibhausgasen in allen Ländern ist das wichtigste Mittel, um den Anpassungsbedarf an den Klimawandel so gering wie möglich zu halten. Die Verringerung der Treibhausgasemissionen einerseits und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel anderseits sind deshalb zwei Seiten derselben Medaille.

Veränderungen sind spürbar

Selbst wenn es gelingt die globale Erwärmung aufzuhalten, müssen wir uns auf bereits spürbare Veränderungen einstellen. Die Erwärmung der Erdatmosphäre birgt Risiken für unsere Gesundheit und unsere Gesellschaft.

Die Veränderungen betreffen die Wirtschaft, den Städtebau, die Architektur und auch das Gesundheitswesen. So drohen etwa Hitzewellen und mehr extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen oder Stürme.

Hitzeperioden belasten besonders Personen mit Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch erkrankte ältere Menschen und Kleinkinder verkraften hohe Temperaturen schlechter.

Der Temperaturanstieg verschiebt aber auch Lebensräume von Tieren, Vögeln und Pflanzen. So sind heute in Deutschland Insekten zu finden, die ihren ursprünglichen Lebensraum in wärmeren Gegenden haben. Das bringt wiederum in unseren Regionen bislang unbekannte Krankheiten mit sich.

Schwerpunkte der Strategie

Die Deutsche Anpassungsstrategie (DAS) gibt für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Deutschland einen Rahmen vor. Die Strategie beschreibt vor allem die Ziele, die die Bundesregierung ins Auge gefasst hat. Diese will der Bund gemeinsam mit den Ländern schrittweise konkretisieren. Dafür heißt es zunächst, die bestehenden Risiken zu identifizieren und den Handlungsbedarf zu benennen.

In fünf Kapiteln legt das Dokument die Grundsätze der Strategie dar, den aktuelle Kenntnisstand die erwarteten Klimaänderungen: einschließlich konkreter Handlungsoptionen auf 15 Handlungsfeldern. Auch Fragen der Finanzierung und der kritischen Erfolgskontrolle spart die Strategie nicht aus.

Die nächsten Schritte

Gefordert sind alle sozialen Akteure und ihre Planungen: Unternehmen, Wissenschaft, Behörden und die Bürgerinnen und Bürger. Damit sie nachhaltig planen und handeln können, sind bestimmte Voraussetzungen erforderlich, heißt es in der Strategie:
Eine bessere Wissensbasis, um Chancen, Risiken und Handlungsmöglichkeiten besser benennen und vermitteln zu können

Transparenz und Beteiligung durch einen breit angelegten Kommunikations- und Dialogprozess zu schaffen

Bewusstseinsbildung und Information durch breite Öffentlichkeitsarbeit

Strategien zum Umgang mit Unsicherheiten

Ziel ist es, die Anpassungsfähigkeit natürlicher, gesellschaftlicher und ökonomischer Systeme zu erhalten oder zu steigern und mögliche Chancen zu nutzen.

Als zentraler nächster Schritt in der Weiterentwicklung der Strategie wird in Zusammenarbeit mit den Ländern und den relevanten Akteuren ein Aktionsplan Anpassung erarbeitet. Dieser wird Bundestag und Bundesrat bis März 2011 vorgelegt. Dazu wird eine interministerielle Arbeitsgruppe Anpassung (IMA Anpassungsstrategie) eingerichtet.

P2News

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