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Klein aber Oho: Die Mini-GmbH hat sich bewährt

Seit November 2008 soll die „neue“ Rechtsform den Prozess der Existenzgründung erleichtern. Eine der umfassendsten GmbH-Reformen in der deutschen Wirtschaft setzte für eine Unternehmergesellschaft (UG) ein Stammkapital von 1 Euro gegenüber 25.000 Euro für eine klassische GmbH fest. In den letzten 2 Jahren wurden insgesamt 39.534 sogenannte Mini-GmbHs gegründet, ergibt eine Auswertung der Lübecker databyte GmbH. Damit stellen die UGs mittlerweile rund 2,8 % aller wirtschaftsaktiven Unternehmen. Die Experten für Wirtschaftsinformationen analysierten für die Erhebung alle Handelsregisterneueintragungen der letzten 2 Jahre. Allerdings wurde das gesetzliche Mindestkapital von 1 Euro in der Praxis deutlich überschritten. Im Schnitt gingen die neuen Firmen mit 1.175 Euro Stammkapital an den Start. Rund 3 % aller gegründeten UGs wurden mittlerweile zu GmbHs umfirmiert.

Im Verhältnis zur Gesamtanzahl der Firmen ergibt sich im Ländervergleich folgendes Bild: Besonders beliebt ist die UG in Berlin. Hier sind 4,52 % aller Firmen Unternehmergesellschaften. In Sachsen-Anhalt und Brandenburg sind es jeweils 4,06 % und 3,70 %, die diese Rechtsform führen. In Hamburg mit 2,43 %, Hessen mit 2,34 % und Bremen mit nur 1,97 % dagegen konnten prozentual am wenigsten UGs Fuß fassen. „Die UGs stoppen nicht nur den Siegeszug der englischen Limited – wie vom Gesetzgeber gewünscht. Die alternative Rechtsform wird gut angenommen und entgegen der ursprünglichen Meinung vieler Skeptiker liegt die Insolvenzquote im Normalbereich. Spannend ist aber sicher die Frage, ob sich die UGs in den nächsten 5 bis 10 Jahren weiterhin bewähren. Zu erwarten ist, dass sie als Motor für Firmenneugründungen dienen und sich die Quote der GmbH-Umwandlungen noch stärker erhöht“, erläutert Silke Venker, Sprecherin der databyte GmbH. Besonders hohe Anteile weist die Mini-GmbH in den Branchen „Gastronomie“ und der „Informationstechnologie“ auf.

P2News/databyte GmbH

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