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Kinder- und Jugendhelme im Test

Für nur zehn Euro lässt sich offensichtlich kein sicherer Kinderhelm anbieten. Das beweist der Billig-Fahrradhelm joey Monsun von Hudora, der im ADAC-Jugendhelmtest als einziges von elf Produkten mit „mangelhaft“ abgewertet werden musste. Der 20 Euro teure Comus Petit zeigt dagegen, dass Sicherheit auch kein Vermögen kosten muss. Er belegte den vierten Platz mit der Note „gut“. „Gut“ erhielten auch die drei Erstplatzierten: Der Testsieger Giro Rascal, der Hero von Uvex und der Firebird Junior von Alpina. Die Note „sehr gut“ wurde nicht vergeben. Das liegt daran, dass die Sicherheit im Test mit 65 Prozent gewichtet wurde und in diesem Segment bestenfalls nur „gute“ Noten vergeben wurden.

Zu den getesteten Helmen gehörten auch zwei sogenannte Freeride-Helme, wie sie von Skatern benutzt werden, aber auch für das Fahrrad taugen. Sie zeichnen sich durch eine trendige Optik aus, was sich auf die Sicherheit nicht unbedingt negativ auswirken muss, obwohl der KED Freeride mit der Note 4,0 bei der Sicherheit der zweitschlechteste Helm im Test war. Wegen mangelhafter Erkennbarkeit bei Dunkelheit wurde dieser Helm abgewertet.

Weil er die Abstreifprüfung nach DIN nicht bestand, fiel der Testverlierer von Hudora negativ auf. In den Augen der Tester zählt das als schwerwiegender Mangel und ein Bestehen dieser Disziplin ist für die Zulassung notwendig. Viele Helme zeigten auch Schwächen bei der Erkennbarkeit. Mittlerweile verfügen zwar viele Modelle über eine aktive Beleuchtung, aber bei Ausfall oder leerer Batterie helfen eben nur die bewährten Reflektoren. Im Rahmen der Sicherheitsprüfung wurde auch die Schlagfestigkeit der Helme untersucht, wie fest das Kinnband ist und welcher Schutzbereich abgedeckt wird. Bei der Handhabung, die mit 35 Prozent zu Buche schlägt, ging es um das Gewicht, die Einstellbarkeit, den Tragekomfort, die Belüftung samt Insektenschutz sowie die Verarbeitung und die Qualität der Gebrauchsanleitung.

Für den Kauf empfiehlt der Klub den Fachhandel, weil es dort meist eine größere Auswahl und sachkundige Beratung gibt. Das Kind sollte beim Kauf dabei sein und den Helm probieren, da sich nicht jeder Helm für jede individuelle Kopfform gleich gut eignet. Außerdem sollte das Kind beim Kauf mit auswählen dürfen. Denn nur wenn ein Helm gut sitzt und gefällt, wird er auch benutzt.

P2News/auto-reporter

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