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Kein gutes Signal

Mit der offiziellen Schließung des Nokia-Handy-Werkes in Bochum-Riemke ist gestern nicht nur das Kapitel „Nokia in Bochum“ zu Ende gegangen. Hier ist quasi auch ein Geschichtsfilm gerissen: Seit Mitte der 1950er Jahre konnten an dieser Stelle in Bochum immer wieder neue Kapitel für die Dauerserie „Strukturwandel“ aufgenommen werden. Stets war man seiner Zeit voraus. Noch vor Ausbruch der Kohlekrise ging 1956 in Riemke die modernste TV-Gerätefabrik Deutschlands an den Start. Später wurden auch Stereoanlagen und Kassetten-Rekorder gebaut. Als der finnische TV-Konzern Nokia 1988 in Bochum ankam, produzierte er zudem auch Videorekorder. Die Zeit der Handys kam erst vor 15 Jahren. Um die Jahrtausendwende war das Ruhrgebiet dann mit Nokia in Bochum und Siemens in Kamp-Lintfort die Handy-Hochburg mit 20 Prozent der Weltproduktion. Jetzt hat dieser globale Erfolg sich ins Gegenteil verkehrt. Die weltweite Konkurrenz hat den Vorzeigeplatz für Strukturwandel ins Abseits rutschen lassen. Kein gutes Signal.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, P2news

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