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Kassenärzte verbuchten deutlich mehr Einnahmen

Deutschlands Mediziner verdienen besser als sie behaupten. Das zeigt eine Analyse des Bundesgesundheitsministerium, die stern.de, der Online-Ausgabe des Hamburger Magazins stern, vorliegt. Danach konnten viele niedergelassene Ärzte ihre Einnahmen zuletzt kräftig steigern. Zwischen 1997 und 2005 stieg bei den Radiologen der Praxisüberschuss – das ist jene Summe, die nach Abzug der Kosten für Praxis und Personal übrig bleibt – um fast 38 Prozent im Westen und über 50 Prozent im Osten. Augenärzte verbuchten im selben Zeitraum Zuwächse von 38 Prozent (West) und 28 Prozent (Ost), Allgemeinärzte von 19 Prozent (West) und 29 Prozent (Ost). Die Bruttolöhne der Arbeitnehmer legten dagegen in derselben Zeit nur um neun Prozent zu.

Manche Arztgruppen, wie Hals-Nasen-Ohrenärzte, Hautärzte, Urologen und Orthopäden oder Psychiatern mussten auch Einbußen hinnehmen. Unter dem Strich gab es in den vergangenen Jahren jedoch für die Mediziner mehr. Die Honorarsumme der niedergelassenen Ärzte wuchs von 22,2 Milliarden Euro im Jahr 1997 auf rund 27 Milliarden 2006. Gleichzeitig stieg zwar auch die Zahl der ambulant tätigen Ärzte um ein Siebtel auf 136100, dennoch konnte jeder niedergelassene Arzt fast sieben Prozent mehr Honorar einstreichen.

Besonders profitierten zuletzt die niedergelassenen Hausärzte. Innerhalb eines Jahres wuchsen ihre durchschnittlichen Einkünfte mit den Krankenkassen im Jahr 2006 um 3650 Euro auf 83819 Euro im Westen und um 3163 Euro auf 79353 Euro im Osten. Doch Fachärzte verdienen meist besser, ihr durchschnittliches Einkommen lag 2006 bei 95466 Euro, dabei sind nicht-ärztliche Psychotherapeuten nicht einbezogen.

Nicht nur die Art der Medizinertätigkeit bestimmt das Einkommen, auch der Sitz der Praxis ist wichtig. Im Süden Deutschlands verdienen die Herren Doktoren besser als im Norden, im Jahr 2006 lag der durchschnittliche Überschuss eines niedergelassenen Arztes in Nord-Württemberg bei 104022 Euro, in Berlin bei 70865 Euro.

Neben den Einkünften von den Krankenkassen haben viele Ärzte weitere Einnahmen – etwa wenn sie Privatpatienten behandeln. Im Jahr 2006 gaben die Privatversicherer (PKV) für 8,4 Millionen Vollversicherte 4,25 Milliarden Euro aus. Das heißt: Pro niedergelassenen Arzt fließen im Schnitt 33023 Euro von der PKV. Allerdings profitieren die Ärzte sehr unterschiedlich von diesem Geld. Je nach Region und Facharztgruppe schwankt der Anteil der Privathonorare stark. Dagegen verdienen Patienten oft viel weniger als Ärzte. Wie aus dem Ministeriumspapier hervorgeht, lag das Durchschnitteinkommen aller Bürger im Jahr 2003 bei 24618 Euro und bei den Rentnern sogar nur bei 15947 Euro.

stern

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