Werbeanzeige
Werbeanzeige

Karstadts letzte Chance

Aus dem Pleitehaus Arcandor kamen jüngst nur Hiobsbotschaften: Der Versandhändler Quelle ist bald Geschichte, die Essener Arcandor-Dachgesellschaft ebenso – und damit tausende Arbeitsplätze. Nur für den Großteil der Karstadt-Warenhäuser hegt die Insolvenzverwaltung noch Hoffnung auf einen Investor. Doch Vorsicht ist geboten: Diese Hoffnung bestand auch bei Quelle – und platzte. Die 26 500 Karstadt-Mitarbeiter müssen Schlimmes befürchten, wenn sogar die Insolvenzverwaltung warnt, man solle sich nicht der Illusion hingeben, dass „das Ding“ – Karstadt – viel wert sei. Der Unternehmens- sei vor allem ein Hoffnungswert.

Das ist aber zumindest ehrlich. Denn jahrelanges Missmanagement
führte Karstadt in die Insolvenz. Zudem änderten sich die
Einkaufsgewohnheiten der Menschen in den vergangenen Jahrzehnten.
Heute machen Shoppingzentren mit vielen Läden unter einem Dach sowie
das Internet den Warenhäusern Konkurrenz. Karstadt fand keine Antwort
darauf. Es ist fraglich, ob ein Investor – falls einer kommt – eine
richtige Antwort parat hat. Die Karstadt-Mitarbeiter, die viele
Zugeständnisse machen, hätten es verdient. Und alle Shoppingfreunde
auch.

P2News/Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Werbeanzeige

Check Also

Krankenkasse: Solide Finanzen bremsen Wechsel-Wille

56 Prozent der Deutschen fühlen sich mittelmäßig bis schlecht informiert, wie es um die Finanzen …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.