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Kannegiesser rechnet nicht mit schneller Erholung in Metallbranche

Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, rechnet für seine Branche nicht mit einer schnellen Erholung. In der PHOENIX-Sendung FORUM WIRTSCHAFT sagte Kannegiesser, er freue sich über die aktuellen Wachstumsraten und „dass es wieder ein bisschen in Bewegung kommt“. Wie lange und wie dauerhaft dies sei, wisse man aber nicht. „Wir rechnen für unsere Industrie zumindest damit, dass wir in einigen Bereichen die Bodenbildung erreichen. Aber wir wissen, dass das nächste Jahr noch einmal verdammt schwierig wird.“ Viele Unternehmen würden allerdings nicht mehr durchhalten können. Kannegiesser forderte deshalb, dass der Staat die Haushaltskonsolidierung vorantreibe. In diesem wirtschaftlichen Gesamtumfeld nur darauf zu setzen, dass durch Wachstum alle Probleme der Schuldenentwicklung gelöst würden und zugleich weiter in Schulden hineinzugehen, sei „mit Fragezeichen zu versehen“. Auch der Vorsitzende der Gewerkschaft Bergbau Chemie Energie, Michael Vassiliadis, forderte weitere staatliche Maßnahmen. „Das Hoffen auf Wirtschaftswachstum durch Steuersenkungen ist auch ein ungedeckter Scheck.“ In und nach der Krise werde es eine massiv andere weltweite Verteilung von Arbeitsteilung geben. „Wir werden Produktion und Dienstleistungen verlieren, wenn wir nicht aufpassen“, so Vassiliadis.

P2News/PHOENIX

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