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Jugendforscher fordert Zurückhaltung der Medien bei Berichte über Amokläufe

Prof. Klaus Hurrelmann, Psychologe und Jugendforscher an der Hertie School of Governance in Berlin, fordert größere Zurückhaltung der Medien bei der Berichterstattung über Gewalttaten wie dem gestrigen Amoklauf in Winnenden. In der PHOENIX RUNDE warnte er vor den traumatischen Folgen, die eine Belagerung durch Medienvertreter bei Opfern und Tätern haben könne. „Das ist sehr gefährlich“, sagte Hurrelmann. Die Rolle der Medien bei solchen Taten müsse neu durchdacht werden. „Ich wäre dafür, zwischendurch eine Nachrichtensperre zu verhängen – irgendetwas zu tun, damit dann nicht dieser maximale Nachrichten-Effekt erzielt wird“, so Hurrelmann weiter. Maximale Aufmerksamkeit in den Medien sei immer ein wichtiges Motiv von Amokläufern.

In derselben Sendung forderte Prof. Isabella Heuser, Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité Berlin, zur Prävention von Amokläufen die Schüler stärker für Warnzeichen zu sensibilisieren. Die einzige Möglichkeit zur Verhinderung solcher Amokläufe bestehe darin, die Aufmerksamkeit der Mitschüler für eine soziale Isolierung anderer Schüler zu erhöhen. Dies sei das deutlichste Warnzeichen für drohende Gewaltausbrüche und könne von den Lehrern allein nicht ausreichend erkannt werden, so Heuser im Sender PHOENIX.

P2News

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