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JU-Chef Mißfelder lehnt Gesundheitsfonds ab

Philipp Mißfelder, CDU-Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der Jungen Union, wird bei der Abstimmung im Bundestag über den Gesundheitsfonds am Freitag kommender Woche mit „Nein“ votieren. Das kündigte Mißfelder in einem Interview mit stern.de an, der Online-Ausgabe des Hamburger Magazins stern. „Die Reform ist weder generationengerecht noch für die ältere Generation zumutbar“, begründete Mißfelder. „Ich halte weiterhin den Gesundheitsfonds nicht für richtig.“

Die mit der Einführung des Gesundheitsfonds verbundene Erhöhung der Krankenkassenbeiträge auf 15,5 Prozent wird vor allem die rund 20 Millionen deutschen Rentner belasten, denn sie profitieren nicht von der geplanten gleichzeitigen Senkung des Beitrages zur Arbeitslosenversicherung. „Die Älteren können sich nicht mehr auf immer höhere Belastungen vorbereiten“, sagte Mißfelder, der diese Woche an der Bundesdelegierten-Versammlung der CDU-Senioren-Union teilnahm. Mißfelder sieht aber auch Belastungen auf die jüngere Generation zukommen. Sie müsste mit steigenden Renten-Beiträgen rechnen. „Die nach 1965 geborenen Menschen werden mehr in die Rentenversicherung einzahlen müssen als sie jemals herausbekommen. Das ist in der Tat nicht generationengerecht“, sagte er gegenüber stern.de. Die Politik habe die Probleme in der Pflege- und Rentenversicherung immer nur vertagt, anstatt für nachhaltige Lösungen zu sorgen.

Mißfelder beklagte zugleich den derzeitigen Kurs der Union. „Die CDU hat versäumt, in den vergangenen Monaten unsere Stammwähler gezielt emotional anzusprechen. Jetzt muss überlegt werden, was wir mehr tun können für die Menschen, die wie die Senioren zur Kernklientel der CDU gehören. Wir müssen wieder mehr wirtschaftspolitisches Profil zeigen, die Flügel ansprechen, sowohl den konservativen wie den liberalen“, zitiert stern.de den Junge-Union-Chef.

stern, P2news

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