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Jetzt beutelt’s die Währungen

Der Tsunami der internationalen Finanzbranche rollt jetzt auch über die Devisenmärkte hinweg. Beinahe ein Fünftel hat der Euro gegenüber dem Dollar in wenigen Monaten an Wert verloren. Schwerwiegende Folgen hat das für Deutschland nicht – im Gegenteil stützt die Abwertung die wichtige Exportindustrie; es zeigt aber, mit welcher Kraft die Welle über die Erdkugel rollt. Dramatisch ist die Lage hingegen für die osteuropäischen Länder, die nicht dem Euro-Verbund angehören. Das hochverschuldete Ungarn gerät in eine prekäre Situation, wenn die ausländischen Anlagen in der ungarischen Währung Forint im Zuge der Vertrauenskrise weiter abfließen. Auch andere osteuropäische Länder sind vor solchen Abflüssen nicht gefeit. Die Welt muss sich weiter auf arg ungemütliche Zeiten einstellen. Längst ist noch nicht abzusehen, wie weit die Finanzkrise die reale Wirtschaft in den Keller treibt. Bisher jedenfalls zog jede Bankenkrise eine tiefe Rezession hinter sich her. Und diese Bankenkrise ist ohne Frage die schwerste seit 1931.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, P2news

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