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Jenoptik-Konzern erfüllt die Prognosen für das Jahr 2008

Der Konzernumsatz wird ersten Berechungen zufolge wie prognostiziert leicht unterhalb der 550 Mio Euro liegen. Das Konzern-Betriebsergebnis erreicht voraussichtlich rund 37 Mio Euro und liegt damit innerhalb der Prognose. Stabiler Kurs des Konzerns soll sich 2009 fortsetzen.

Der Jenoptik-Konzern blickt trotz der besonders im 2. Halbjahr 2008 deutlich schwächeren Konjunktur auf ein erfolgreiches Jahr 2008 und konnte Umsatz und Betriebsergebnis gegenüber 2007 steigern. Die bereits 2007 eingeleiteten Maßnahmen im Rahmen der strategischen Neuausrichtung haben sich 2008 als richtig und notwendig erwiesen. Zum 22. Dezember 2008 gelang dem Konzern aufgrund der positiven Entwicklung die Wiederaufnahme in den TecDax.

Der Konzernumsatz 2008 wird ersten Hochrechnungen zufolge bei knapp 550 Mio Euro und damit nur leicht unterhalb der ursprünglichen Zielstellung liegen. Nach 521 Mio Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2007 wird der Umsatz voraussichtlich einem etwa 5-prozentigen Wachstum entsprechen, das ausschließlich aus interner Kraft, also organisch, erfolgte.

Das Konzern-Betriebsergebnis erreichte 2008 mit voraussichtlich rund 37 Mio Euro den unteren Rand der im Frühjahr 2008 gegebenen Prognose. Damit bestätigt der Optoelektronik-Konzern die Ergebnisprognose trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfeldes und des Einbruchs des Halbleitermarktes. Profitieren konnte der Jenoptik-Konzern 2008

– von einer starken Nachfrage nach Wehr- und Sicherheitstechnik,
– der Belebung des internationalen Verkehrssicherheitsmarktes im 2. Halbjahr 2008,
– der erfolgreichen und weltweiten Integration der Etamic in die Sparte Industrielle Messtechnik
– sowie von der bereits in 2007 und im 1. Halbjahr 2008 erfolgten konsequenten Trennung von Randaktivitäten im Rahmen der strategischen Neuausrichtung des Konzerns.

Das Finanzergebnis wird sich 2008 gegenüber dem Vorjahr signifikant verbessern. Die Aufwendungen aus dem Beteiligungsergebnis reduzieren sich nur leicht. Das Zinsergebnis hingegen wird sich wie prognostiziert deutlich um 11 bis 14 Mio Euro verbessern, wobei nach vorläufigen Berechnungen der obere Rand dieser Spanne erreicht wird.

Das Ergebnis vor Steuern wird 2008 infolge des leichten EBIT-Anstiegs sowie des positiven Effektes im Finanzergebnis den Vorjahreswert von 0,7 Mio Euro deutlich übersteigen und einen zweistelligen Millionenbetrag erreichen. Wie erwartet ist es dem Jenoptik-Konzern 2008 gelungen, das Wachstum aus dem positiven operativen Cashflow zu finanzieren. Aus diesem Grund wird die Nettoverschuldung zum Ende des Geschäftsjahres 2008 den vorläufigen Berechnungen zufolge weiterhin unterhalb der 200-Millionen-Euro-Marke liegen.

Der Jenoptik-Konzern zeigte 2008 ein in Summe stabiles operatives Geschäft und konnte konjunkturelle Schwankungen kompensieren. Die Entwicklung der Segmente verlief erwartungsgemäß differenziert.

Das Segment Laser & Optische Systeme blickt auf ein schwieriges 2. Halbjahr 2008. Der Einbruch der Halbleiterindustrie, der sich bereits seit Sommer 2008 verstärkte, zeigte deutliche Spuren im operativen Geschäft. Das Segment wird 2008 bei Umsatz und Ergebnis deshalb unterhalb des Vorjahres liegen, hatte jedoch in den Jahren 2005 bis 2007 die Kennzahlen jeweils prozentual zweistellig steigern können. Positiv entwickelte sich der Geschäftsbereich Optoelektronische Systeme, der mit dem Zukauf der Berliner Epigap Ende 2007 im Bereich Photodioden und LEDs gestärkt wurde. Der Geschäftsbereich Mikrooptik konnte mit hochtechnologischen Produkten die Halbleiterkrise zum Teil abfedern und auch der Geschäftsbereich Diodenlaser blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Im Geschäftsbereich Laseranlagen hat sich Jenoptik in der Photovoltaikbranche fest etabliert und ein starkes Umsatzwachstum erreicht. Auftragsrückgänge aus der Automobilindustrie konnten hiermit kompensiert werden.

Das Segment Messtechnik hat in der zweiten Jahreshälfte 2008 wie angekündigt den Turnaround geschafft. Das Betriebsergebnis kehrte deutlich in die Gewinnzone zurück, da die Verkehrssicherheit im 2. Halbjahr stark aufholte. Gleichzeitig wurde weiterhin in das neue Geschäftsfeld Traffic Service Providing in den USA investiert und dies ergebnisseitig vollständig verarbeitet. Die Industrielle Messtechnik profitierte 2008 von der weltweiten Aufstellung als Komplettanbieter nach der erfolgreichen Integration der Etamic und der Zusammenführung der Strukturen. In den letzten zwei Monaten des Jahres 2008 zeigte sich hier der Einbruch der weltweiten Automobilindustrie beim Auftragseingang. Dies konnte aber durch einen sehr guten Geschäftsverlauf der Vormonate kompensiert werden, sodass die Sparte 2009 mit einem stabilen Auftragbestand gestartet ist.

Auf ein außergewöhnlich erfolgreiches Jahr blickte das Segment Verteidigung & Zivile Systeme. Umsatz und Ergebnis konnten prozentual zweistellig gesteigert werden. Hier kam eine starke Nachfrage nach Wehr- und Sicherheitstechnik zum Tragen. Weiterhin konnte der Geschäftsbereich Sensorik Neuentwicklungen erfolgreich am Markt platzieren, wie z.B. neue infrarot-basierte Grenzüberwachungssysteme für die EU-Außengrenzen in der Ukraine. Der Geschäftsbereich Optronik profitierte im Rahmen des Projektgeschäftes – nach einem schwierigen Jahr 2007 – von neuen Aufträgen im Bereich der Raumfahrttechnik und etablierte sich zum Beispiel als der führende Anbieter von Lageregelungs- und Dockingsensoren weltweit.

Start ins Geschäftsjahr 2009 mit einer stabilen Auftragslage.

Bei Auftragseingang und -bestand zeichnete sich vor allem in den letzten Monaten des vergangenen Geschäftsjahres ein Rückgang ab, der jedoch vorrangig auf die insgesamt stark belastete Halbleiter- und Automobilindustrie zurückzuführen war. Der Auftragseingang des Konzerns wird daher voraussichtlich unterhalb dem des Jahres 2008 liegen, jedoch die 500-Mio-Euro-Marke leicht übertreffen (i.Vj. 525,8 Mio Euro). Der Auftragsbestand wird voraussichtlich knapp 400 Mio Euro erreichen und damit erwartungsgemäß nicht an das hohe Vorjahresniveau (i.Vj. 439,4 Mio Euro) anknüpfen. Sowohl im Segment Verteidigung & Zivile Systeme aber zunehmend auch in den anderen Segmenten setzt der Jenoptik-Konzern auf langfristige Verträge und Lieferpartnerschaften.

An den mittel- bis langfristigen Wachstumszielen hält der Jenoptik-Konzern fest. So soll der Umsatz mittel- bis langfristig auf 1 Mrd Euro steigen bei einer deutlich besseren EBIT-Marge als aktuell, die dann zwischen neun und zehn Prozent liegen soll. „Wie viel Zeitverzögerung die aktuelle Konjunkturkrise bringen wird, können wir heute kaum vorhersagen“, so der Jenoptik-Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Mertin. „Wir setzen unsere strategische Neuausrichtung entlang unserer 2007 definierten fünf Werthebel Wachstum, Kundenorientierung, Internationalisierung, Mitarbeiter & Führung sowie operative Exzellenz konsequent fort und nutzen die Krise als Chance, aus der wir als Optoelektronik-Konzern gestärkt herausgehen wollen“, so der Vorstandschef.

Aufgrund der aktuellen Trends, die keine zeitnahe konjunkturelle Erholung versprechen und in ihrer Dauer und Stärke momentan nur schwer prognostizierbar sind, ist eine konkrete Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2009 noch nicht möglich. Einer weiter anhaltenden schlechten konjunkturellen Entwicklung, besonders in der Halbleiter- und Automobilindustrie, wird sich der Konzern nach heutigen Einschätzungen jedoch nicht vollständig entziehen können. Chancen, vor allem aufgrund der konzernübergreifenden Kompetenz als Optoelektronik-Konzern und damit als Anbieter einer Querschnittstechnologie, will der Konzern weiterhin konsequent nutzen und von der breiten Aufstellung profitieren und Marktanteile gewinnen.

P2News

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